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Autor Thema: [Background] Wege zur Erkenntnis, Wege zur Erlösung  (Gelesen 66792 mal)
Beschreibung: Remy le Duc: Charakterbogen, Präludium und Tagebuch
Aphiel
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« am: Juni 03, 2008, 03:06:50 »

Remy le Duc

Zitat: "Wo der Herr wandelt, da bleiben Spuren; und wo Er spricht, da schweigt alle Welt still."

Dies ist der Mensch Remy le Duc. Der Charakterbogen des Vampirs Remy le Duc befindet sich HIER

Geschlecht: männlich
Alter: 18 Jahre
Sieht aus wie: 18 Jahre
Geburtsdatum: 17.7.1185
Todestag: -
Haarfarbe: schwarz
Augenfarbe: grau-braun
Hautfarbe: weiss
Nationalität: Königreich Frankreich
Größe: 1,70 m
Gewicht: 53 kg

Äußerliche Beschreibung / Erster Eindruck:
Remy hat augenscheinlich sein Leben dem Glauben gewidmet: er trägt die Kutte eines Benediktinermönches und ebenso die Tonsur. Er ist von großem Wuchs, hat aber einen eher hageren Körperbau und wirkt dadurch schwächlicher als die meisten seiner Mitbrüder. Sein Gesicht ist glatt rasiert, seine Nase ist schmal und gerade, sein Kinn kantig und seine Augenbrauen dünn. Er wirkt eher verschlossen und in sich gekehrt und kneift des öfteren die erstaunlich lebhaften Augen zusammen. Sollte man aber das richtige Thema ansprechen, kann Frère Remy in einer Diskussion durchaus argumentativ und verbal mithalten; er kann dies fliessend in mehr als nur einer Sprache.


Wesen: Wissenschaftler
Verhalten: Konformist
Clan: -
Schwäche: -
Generation:   -
XP: 0


ATTRIBUTE
KörperlichGesellschaftlichGeistig
Körperkraft: **              Charisma: **               Wahrnehmung: **** (sorgsam)
Geschick: **              Manipulation: ***            Intelligenz: ***            
Widerstandskraft:     ***             Erscheinungsbild:     *               Geistesschärfe:       ***            


FÄHIGKEITEN
TalenteFertigkeitenKenntnisse
Aufmerksamkeit:         **               Heimlichkeit:           **               Akademisches Wissen - Trivium:       *            
Ausflüchte:     *               Kräuterkunde:   *              Akademisches Wissen - Quadrivium:     *            
Ausweichen:     *               Reiten:         *               Folklore:       *              
Empathie:       **              Überleben:       *               Linguistik:     ***            
Handgemenge:     *                                               Medizin:         *              
                                                                Nachforschungen: **              
                                                                Okkultismus:     *              
                                                                Theologie:     **              
                                                                Kalligraphie:     *              
                                                                Kryptologie:     **              


VORTEILE
DisziplinenHintergrundTugenden
                                                Mentor: **                Gewissen: ***            
                  Kontakte: **            Selbstbeherrschung:   ***            
                     Ressourcen:             *             Mut ****            


Andere Eigenschaften:
Muttersprache: Französisch
Fremdsprachen: Latein, Altgriechisch, Germanisch, Englisch
Vorzüge: Eidetisches Gedächtnis, Konzentration, Einklang mit dem Himmel
Schwächen: Fluch, Geistesstörung



Pfad der Erleuchtung: Via Caeli ***** *
Aura (Mod): Gläubiger (+- 0)

Willenskraft: *****

Blutvorrat: 10





Ausrüstung:
die Kutte der Benediktiner, wärmeres Schuhwerk für den Winter, Sandalen für den Sommer, sein Wanderstab, eine Umhängetasche, beinhaltend: eine Schreibfeder, ein gut verschlossenes Tintenfäßchen, eine Kerze, eine lederne Dokumentenröhre mit einigen Bögen Pergament darin, sein Tagebuch und eine Wasserflasche



Persönliche Geschichte:
Remy le Duc ist der erstgeborene Sohn des Chevalier Antoine le Duc, ein niederer Adliger und Landbesitzer aus der Gegend von Orleans. Der Chevalier ist Geschäftsmann im Bereich des überregionalen Handels, wodurch er auf einer seiner Reisen ins Elsass kam, wo er auch seine zukünftige Frau Madeleine, die Tochter eines Geschäftspartners, kennenlernte. Nach der Hochzeit zogen Antoine und Madeleine auf ihren kleine Hof nahe Orleans und schon bald kamen die ersten Kinder. Remy hat einen Zwillingsbruder, Henri, und eine um sechs Jahre jüngere Schwester, Clarisse.

Remy und Henri wurden in die Klosterschule in Orleans geschickt, denn sie sollten eines Tages das Geschäft des Vaters übernehmen. An den Wochenenden spielten sie auf dem kleinen Hof des Vaters, wo die Jungen auch die Grundzüge der Jagd, des Überlebens in der Wildnis und das Reiten lernten und sich natürlich auch öfter mal schlugen, wie Jungen das in diesem Alter nun einmal tun.

Kurz nach seinem 8. Geburtstag veränderte sich Remy plötzlich. Er sprach oft mehrere Tage kein einziges Wort, begann sich weniger für das Leben in der Natur, dafür um so mehr für Bücher und Sprachen zu interessieren. Von der Mutter lernte er die Grundlagen des Deutschen und in der Klosterschule erhielt er Lateinunterricht. Allerdings kam es auch dort vor, dass er einfach mitten im Satz zu sprechen aufhörte und über Stunden kein einziges Wort hervorbrachte. Dafür lauschte Remy nun mit wachsender Begeisterung und einer gehörigen Gänsehaut den grusligen Schauergeschichten der Mägde und Hausangestellten. Einmal wurde er wurde sogar vom Vater erwischt, als er sich nachts zurück in sein Zimmer schleichen wollte. Remy war in der Nacht auf dem Friedhof gewesen, aber das erfuhr niemand, denn er sprach abermals kein einziges Wort, trotzdem der Vater seinen Gürtel auf dem Hinterteil des Jungen tanzen liess.

An ihrem 13. Geburtstag hatte der Chevalier ein langes Gespräch mit seinen Söhnen über ihre Zukunft. Er teilte ihnen mit, dass Remy eines Tages das Geschäftshaus in Orleans erben und Henri ein zweites Handelshaus im Elsass bei den Großeltern eröffnen sollte. Antoine erklärte Remy aber, dass ein Geschäftsmann ein gebürliches Betragen an den Tag legen müsse und die Zeit für die kindlichen Schweigespiele endgültig vorbei seien. Da Remy aber immer wieder ins Schweigen verfiel und selbst durch Hungerstrafe oder Schläge nicht dazu gebracht werden konnte, auch nur einen Laut von sich zu geben, traf der Chevalier schliesslich die Entscheidung, dass Henri der alleinige Erbe werden sollte. Remy würde nie ein ordentlicher Handelspartner sein können, davon war der Vater überzeugt.

Remy entschied sich dafür, ins Kloster zu gehen, was dem Vater nur recht war: dort schwieg man ohnehin die meiste Zeit und der Junge kam ihm nicht mehr so oft unter die Augen. Remy freute sich ebenfalls, gab es dort doch jede Menge Bücher, die er lesen konnte. So wurde der Junge ein Ordensbruder der Benediktinermönche und kam ins Kloster nach Fleury, wo sich eine der größten Bibliotheken des Ordens befand. In Fleury, oder Saint-Benoît-sur-Loire wie der Ort auch genannt wurde, lernte Remy den älteren Bibliothekar Guillaume kennen. Frère Guillaume war ganz angetan vom Eifer und von der Neugier des jungen Novizen auf jedes geschriebene Wort. Er nahm ihn in seine Obhut und gab ihm schon bald besondere Aufgaben und zusätzliche Bücher zu lesen. So lernte Remy schon bald neue Sprachen zu sprechen und perfektionierte die Sprachen, die er bis dahin bereits beherrschte. Darüber hinaus wurde er in der Kalligrafie unterrichtet, wofür er eine Begabung zeigte.

Frère Guillaume machte Remy zu seinem Assistenten, Schreiber und Übersetzer. Zu seinen Aufgaben gehörten nun auch Besuche in der großen Abtei von Cluny, dem Verwaltungssitz der Benediktiner, ebenso wie der recht häufige Schriftverkehr mit verschiedenen benediktinischen Klosterschulen, wie beispielsweise in Oxford im fernen England, wo einige der Schulen zu den ersten Colleges einer neuen Lehranstalt umgestaltet werden sollten.
Remys Aufgabenbereich beinhaltete aber auch, dass er den älteren Guillaume begleitete, wenn er zu anderen Bibliotheken reiste, um dort ein Schriftstück abzuholen oder zu überbringen, einen Text zu untersuchen oder etwas zu übersetzen. Häufig war es Remy, der eine Abschrift oder Übersetzung des fremden Textes machte, um diese dann mit ins heimatliche Fleury zu nehmen, als Zusatz für die eigene Bibliothek. Bei solchen Gelegenheiten machte er sich oft eigene Abschriften von verschiedenen Texten oder er las die ganze Nacht beim Licht seiner Kerze. Allerdings waren einige dieser Texte weniger nach dem Geschmack des Bibliothekars Guillaume, da sie nicht im Einklang mit den offiziellen Lehren der Kirche standen. Seitdem versteckt Remy sein Tagebuch und all die kostbaren Schätze, die er dort hineingeschrieben hat.

Gegenwärtig befinden sich die Frères Guillaume und Remy auf dem Weg ins ferne Krakau, womit Guillaume der Einladung eines hiesigen Bibliothekars folgt. Es wird für Remy die längste Reise, die er je in seinem Leben unternommen hat und er schreitet zum ersten Mal über die Grenzen Frankreichs hinaus.
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« Letzte Änderung: Oktober 15, 2011, 16:44:49 von Wuschel » Gespeichert

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« Antworten #1 am: Juni 11, 2008, 20:51:42 »

Eigentlich fühlte sich das Land garnicht so anders an, als er die Grenze seines Heimatlandes überschritt. Mit dem betreten des kleinen Bootes, das sie über den Rhein bringen sollte, würde er ein neues Land betreten.. wie Fremd würde es sein?, fragte er sich insgeheim. Dennoch fühlte es sich richtig an. Frère Guillaume gab dem zögernden Remy einen freundlichen Stoß um ihn anzutreiben.
Der Fährmann nickte den beiden ehrfürchtig zu, und steuerte das kleine Boot über den Fluß... weit hatten sie noch zu gehen. Hier und da sprach Frère Guillaume einen Bauern an, sie auf seinem Karren mitzunehmen. Meist wurde es ihnen sogar angeboten. Sie schonten ihre Füße und konnten die Landschaft betrachten.
Das Klima war an diesem 4. Marz 1204 anno domini recht mild. Die Luft roch nach dem Wald, den sie durchquerten. Die Bäume schienen da zu stehen seit dem anbeginn der zeit, und doch war noch so viel Leben hier:  Die kleinen Waldtiere die beim Geräusch des Ochsenkarrens die Flucht ergriffen, die Insekten die das einfach nicht zu interessieren schien, und die Vögel, die lautstark die Nachricht des fremden Besuches weiter durch den Wald zu tragen schienen. Doch noch etwas anderes schien im Wald unterwegs zu sein... Nach einigen Minuten wurde klar, es war eine Kutsche.. eine schnelle Kutsche. Der Bauer, der sich als Franz vorgestellt hatte, lenkte seinen Wagen an die Seite, um die eventuell wichtigen Persönlichkeiten vorbeizulassen.
Er tat auch gut daran, denn eine schnelle Kutsche fegte von hinten an ihnen vorbei... Den weißen Pferden stand der Schaum vor  dem Maul, sie hatten eine goldbeschlage Kutsche zu ziehen. Das auffälligste daran, war das Wappen: Goldenes Kreuz auf purpurnem Grund. Dies mußten Männer der Kriche sein... als Remy noch überlegte, was das zu bedeuten hatte, bog die Kutsche um eine Kurve und...
Es krachte.. die Pferde wieherten vor Schmerz.
Alle drei sprangen von dem Karren und liefen um die Kurve um zu sehen, was geschen war...
Die Kutsche lag auf der Seite. eine Achse war gebrochen. Die Pferde richteten sich grade wieder auf...
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Aphiel
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« Antworten #2 am: Juni 12, 2008, 01:32:48 »

"Mon Dieu!" entfuhr es Remy unwillkürlich beim Anblick des Unglücks und sofort meldete sich das kleine Stimmchen im Hinterkopf, ob dies wohl auch schon dazu zählen mochte, den Namen des Herrn zu missbrauchen. Doch nun waren andere Dinge wichtiger, er würde helfen müssen, irgendwie. Ob es den Insassen der Kutsche wohl gut ging? Was war mit den Pferden?

Remy sah zu den Tieren, ob diese Anstalten machten, panisch zu werden und weiter zu laufen. Sie würden gewiss nicht schnell laufen können mit der umgestürzten Kutsche im Schlepptau, doch wenn es darin Verletzte gab, konnte eine ungewollte Bewegung des Gefährts es nur noch schlimmer machen. Der junge Ordensbruder tat bereits einen Schritt auf das Gespann zu, ohne einen Plan davon, wie er die Tiere beruhigen wollte, ausser auf sie einzureden. Dann jedoch stoppte er in der Bewegung und sein Blick ging zu Guillaume. Der ältere Bibliothekar war immer noch der Höhergestellte der beiden Mönche und damit hatte er das Sagen. Remy zögerte aber keine Sekunde und wagte es, im Eifer des Gefechtes dem Bruder einen Vorschlag zu machen, den dieser nur noch abzunicken brauchte, um der Ordnung Genüge zu tun.

Obgleich er sich in der Gegenwart mindestens eines Fremden (Franz) befand, tat Remy dies ohne nachzudenken in seiner Muttersprache: "Guillaume... les chevaux..." ("Guillaume ... die Pferde...")

Noch während er auf die bejahende oder verneinende Antwort des anderen wartete, kam Remy der nächste schreckliche Gedanke.
Wo ist der Kutscher? Doch nicht etwa... unter dem Wagen? Gnädiger Herr im Himmel!
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« Antworten #3 am: Juli 06, 2008, 17:17:59 »

Die Wagenräder drehten sich hilflos in der Luft wie ein absurdes heidnisches Schicksalsrad. 
Auf Remys Ruf hin eilte Fanz zu den Pferden und begann sie mit einem Messer loszuschneiden.
Gulliaume wies auf das nahegelegene Unterholz: "Ici!" (hier) und eilte selbst auf den Korpus der Kutsche zu, der auf der Türseite lag. Der sonst so sanftmütige Mönch holte kräftig aus, die Scheibe der Kutsche mit dem Ellenbogen einzuschlagen.
Remy bot sich im Gebüsch ein schrecklicher Anblick: Der Kutscher war nicht weit katapultiert worden, aber mit einer unmenschlichen Kraft. Er starrte voller entsetzen auf den abgebrochenen Ast, der aus seiner Brust ragte. Das schlimmste war: es war kein Tropfen Blut zu sehen. Er hing zwischen den Blättern wie eine grausame Karrikatur einer Marionette. Remy schoß das Adrenalin in die Adern; er fühlte sich geführt, als er mit seltsamer Klarheit reagierte.
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Aphiel
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« Antworten #4 am: Juli 06, 2008, 21:51:29 »

Die erste Reaktion von Remy war automatisch: er bekreuzigte sich mit einem Stoßgebet auf den Lippen. Dann, während die Kraft seinen Körper durchströmte, bewegte er sich eilig zu dem Aufgespießten. Dort angelangt sprach er den Mann an: [dt.] "Hört ihr mich? So sagt doch etwas!"

Er hob die Hände, um den regungslosen Leib des Kutschers zu berühren, als er das Blut bemerkte - oder vielmehr, dass keins da war, weder am Ast, noch auf der Kleidung des Mannes. Je länger er jedoch den Anblick des durchbohrten Leibes vor Augen hatte, desto weniger wollte er ihn ertragen. Schon fühlte er seine Knie weich werden und eine beklemmende Enge in seinem Magen, und doch zog es seine Augen immer wieder zurück zu der Stelle, wo der Ast den Brustkorb des Kutschers durchbohrt hatte.

Wie ist das nur möglich? Erst dann kamen ihm die wichtigeren Gedanken: Was soll ich nur tun? Den Ast abbrechen? Den Körper herunterheben?

Remy wußte, dass er eine Entscheidung zu treffen hatte. Er hob die linke Hand vor Mund und Nase des Kutschers, während er mit der rechten Hand seinen eigenen Mund bedeckte, um sich nicht zu erbrechen. Er wartete, ob seine Finger den Atem des Mannes erspürten. Sollte er noch atmen, dann würde er Guillaumes Hilfe benötigen, um ihn herunterzuheben, oder die von Franz. Falls nicht, dann konnte Remy nur darauf hoffen, dass wenigstens in der Kutsche noch jemand am Leben war.

Mit zitternden Fingern und bangem Herzen wartete er ab, ob der warme Atem des Kutschers an seine Finger branden würde.
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« Letzte Änderung: Juli 12, 2008, 19:07:12 von Aphiel » Gespeichert

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« Antworten #5 am: Juli 07, 2008, 15:35:08 »

Nicht nur Atem entwich dem verzerrten Mund des Kutschers.
Er schrie.
Noch nie hatte Remy einen solchen Ausdruck des Schmerzes vernommen.
Es folgte ein Gurgeln, als hätte man den armen Mann unter Wasser gedrückt. Und dann kam es endlich: Das Blut. Es floß ihm aus der Wunde, Mund und Augen. Jetzt konnte ihn nur noch der Allmächtige retten.
Die spitzer trafen Remy, doch er spürte sie nicht. Das einzige was er wahrnahm, waren die gurgelnden Worte des sterbenden: "Mein Herr....ihn schützen.......die Reliquie....Krakau...."
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« Antworten #6 am: Juli 07, 2008, 18:13:31 »

Der Schrei ertönte so plötzlich und laut, dass Remy nicht nur zurückwich, sondern sich sogar vor Schreck auf den Hosenboden setze. Dann sah er das Blut und wie sich die Lippen des Mannes bewegten. Schnell sprang er auf, um sein Ohr dichter an den Mund des Mannes zu bringen, konnte aber nur schwach die Worte vernehmen, die der Mann von sich gab.

Ein Dienstherr, er will ihn beschützen. Eine Reliquie. In Krakau? Nach Krakau? Remy notierte sich die Informationen, indem er sie gedanklich wiederholte. Er merkte sich solche Dinge gut, das fiel ihm einfach zu. Später würde er sie für sich noch einmal aufsagen, um sicher zu stellen, dass er sie noch nicht vergessen hatte. Aber nun musste der Mann sich schonen.

[dt.] "Bitte, strengt euch nicht an und spart die Kraft. Wir wollen versuchen, euer Leben zu erhalten, aber ihr dürft euch nicht anstrengen." Remy erkannte, welch beträchtliche Menge Blutes der Kutscher bereits verloren hatte, doch noch atmete er. So der Herrgott es wollte, würde er wieder genesen und es lag nun in Remys Händen, ihn auf den Pfad der Genesung zu führen. Zunächst aber musste er von diesem Ast herunter und das schnell. Remy betrachtete das Holz, ob es saftig und grün oder alt und trocken war, ob man es leicht brechen können würde. Pfeile brach man auch immer am Schaft ab. Ob es einfacher war, den Mann einfach herunter zu ziehen? Aber konnte das klappen? Immerhin war das ein ausgewachsener Mensch, der da auf dem Ast steckte. Vielleicht war auch das Herausziehen genau die falsche Herangehensweise; manch ein Messer sollte man auch zunächst stecken lassen, so sagte man es doch?

"Franz! Guillaume!!" rief Remy verzweifelt, denn er haderte mit sich selbst, welche Entscheidung die richtige war. Er wusste nur, dass er keine der Möglichkeiten allein zustande bringen würde.

[dt.] "Bitte, haltet noch einen Moment aus. Euer Herr wird nicht zu Schaden kommen, aber denkt an euer eigenes Leben. Schont euch jetzt, und ihr werdet schon bald selbst nach Krakau reisen können." Remy versuchte einfach mit dem Mann zu reden, bis Franz oder Guillaume zur Stelle waren. Er nahm die Hand des Kutschers in seine eigene, die von winzigen roten Punkten übersäht war. Mit Furcht und Ehrfurcht betrachtete er den Schwerverletzten, dem das Blut aus allen Körperöffnungen zu quellen schien.

Atme weiter, komm schon, noch einen Atemzug, und noch einen... Wo bleiben nur Franz und Guillaume? Remy wandte den Blick nur kurz ab, um nach den beiden Reisebegleitern zu sehen.
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« Letzte Änderung: Juli 12, 2008, 19:12:32 von Aphiel » Gespeichert

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« Antworten #7 am: Juli 11, 2008, 15:30:18 »

Als Remy einen Seitenblick auf Franz warf, erkannte er innerhalb eines Herzschlages, daß die Pferde bereits losgeschnitten waren. Von ihnen ging keine Gafahr mehr aus. Dieser einfache Mann schien viel von Pferden zu verstehen, denn unter seinen groben Händen waren sie zahm wie Lämmer.
Bevor er genauer hinsehen konnte, durchdrang ein Entsetzensschrei von seinem Ordensbruder und ein Schmerzenssschrei von jemand - oder etwas- anderem Mark und Bein. Der Zweiklang der Stimmen hatte etwas Episches und Erschütterndes zugleich.
Der Mönch kniete auf der Kutsche, den Arm blutig von Glasscherben, das Gesicht vor entsetzen verzerrt und den Blick wie hypnotisiert auf das Innere der Kabine richtend. Ein einzelner Sonnenstrahl leuchtete wie ein göttlicher Finger durch das Blätterdach in zerbrochene Fenster. Aus der Kutsche heraus kam:
Eine Wolke aus Staub.
Bruder Guillaume bekreuzigte sich.
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« Antworten #8 am: Juli 12, 2008, 12:20:27 »

Der Kutscher war für den Augenblick vergessen. Bereits beim Schrei seines Mitbruders und Freundes war Remy auf der Stelle losgelaufen, um ihm zu Hilfe zu eilen; dabei war er vor lauter Hast über seine eigenen Füße gestolpert und der Länge nach hingeschlagen, hatte sich wieder aufgerichtet und traf gerade bei der Kutsche ein, als der Staub sich schon wieder verteilte. In ihrer gemeinsamen Muttersprache fragte er:

"Guillaume, was ist geschehen? Geht es dir gut? Lass mich den Arm sehen."

Mit diesem ersten Blick wollte Remy festzustellen, ob einer der Schnitte oder Kratzer ernst genug waren, ob das Leben des Bibliothekars zu gefährden. Es würde kaum mehr als einen Augenblick brauchen, darum entstand keine Pause in Remys Redeschwall.

"Was war das für ein Schrei? Wer ist in der Kutsche? Soll ich hinaufklettern und dir helfen? Ist jemand ernstlich verletzt?"

Bei dem Wort kam ihm wieder der Kutscher in den Sinn, hastig warf er einen Blick zurück, dann wandte er sich wieder an seinen Mitbruder.

"Der Kutscher ist ziemlich übel dran. Er steckt auf einem Ast und verliert viel Blut. Ich brauche deine Hilfe, wenn wir ihn retten wollen."

Und erst jetzt bemerkte Remy die fahle Gesichtsfarbe seines Freundes. "Guillaume? Was hast du? So sag doch etwas!"

Dann hielt Remy es nicht länger aus, er suchte einen Halt für seinen Fuss und erklomm die Kutsche, um einen Blick ins Innere zu werfen.
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« Antworten #9 am: Juli 18, 2008, 15:33:25 »

Der seltsame Staub, der aus dem eingeschlagenen Fenster drang, nahm ihm den Atem. Er sah nichts mehr. Seine Augen brannten.
Aber er fühlte Etwas Heiliges. Es war, als würde der Herr selbst wirken. Anders konnte sich Remy die Emotion, die er empfand, nicht erklären. Die Luft war angefüllt von Gerchtem Zorn. Ihm würde nichts geschehen, das spürte er. Das, was im Inneren der Kutsche war, mußte den Zorn Gottes auf sich gezogen haben.
Da traf ihn die Erkenntis wie ein Blitzschlag: Das, was ihm den Atem nahm war kein Staub. Es war Asche.
Er spürte, wie Bruder Guillaume zusammensackte, denn sein Körper lehnte sich gegen ihn.
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« Antworten #10 am: Juli 19, 2008, 02:12:40 »

Remy fing den älteren Mönch ab, so gut er das zwischen dem Husten und Würgen vermochte, welche ihm von der Asche beschert worden waren. Er spürte, dass er nicht mehr lange den Halt bewahren konnte, doch das Innere der Kutsche hatte er von seiner Position aus noch nicht sehen können. Aber er verspürte dazu auch kein Verlangen mehr, zu bedeutend war die Erkenntnis des Ereignisses gewesen.

Was auch immer hier eben geschehen ist, es war so von Gott gewollt. Wir sollten uns nicht anmaßen, sein Urteil anzuzweifeln.

Remy bemühte sich, Guillaume zu halten, dass dieser nicht von der Kutsche fiel. Mit brennenden Augen und tränenverschleiertem Blick sah er umher, wo ihr anderer Begleiter sein mochte. Er hoffte, den Bibliothekar mit der Hilfe von Franz von der Kutsche heben zu können.

[dt.] "Franz? Bitte helft mir hier, Guillaume scheint ohnmächtig geworden zu sein."

Sacht schüttelte Remy den Mitbruder, während er ihn ansprach.

[frz.] "Guillaume, hörst du mich? Komm doch bitte wieder zu dir!"

Langsam spürte er sein rechtes Bein taub werden. Der aufgespießte Kutscher hingegen schien für den Augenblick vollkommen vergessen.
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« Letzte Änderung: Juli 20, 2008, 00:11:33 von Aphiel » Gespeichert

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« Antworten #11 am: Juli 19, 2008, 16:01:47 »

Guillaume stöhnte nur leise als antwort auf Remys versuche ihn der Ohnmacht zu entreißen. Als die Anspannung aus den Gliedern des Bewußtlosen wich, ermattete auch die Göttliche Kraft, die sie umgab.
Der Ascheschleier begann sich langsam zu legen. Man konnte wieder mehr als die Hand vor Augen sehen und wieder Atmen. Remy mußte nicht mehr lange ausharren, bis Franz endlich aus seiner salzsäulenertigen Regungslosigkeit erwachte und zu Hilfe eilte. Gulliaume wurde auf eine Decke gebettet. Er schien erschöpft, aber nicht in einem lebensbedrohlichen Zustand zu sein.
Die Pferde waren geflohen, der Kutscher tot. Remy stand im schaurigen Schauplatz des seltsamen Unglücks wie ein Schausteller ohne Drehbuch. Alles war von dieser grauen Asche bedeckt und es roch fürchterlich nach Tod.

Und da war sie wieder: Die Frau in weiß.
Sie schwebte über dem Drama.
Remy fror.
« Letzte Änderung: Juli 19, 2008, 18:13:19 von Wuschel » Gespeichert
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« Antworten #12 am: Juli 20, 2008, 00:53:49 »

Es dauerte ganze fünf Herzschläge, bis Remy reagieren konnte. Und er reagierte.

Der junge Mönch sank auf die Knie, bekreuzigte sich, faltete die Hände und wisperte ein Gebet. Obgleich das alles keine weiteren fünf Herzschläge dauerte, hatte er die Augen geschlossen, nun aber riss er sie schnell wieder auf, um die Frau in Weiß anzusehen. Er öffnete die Hände, breitete die Arme aus und richtete die Handflächen zu ihr und nach oben, als Zeichen, dass er bereit war.

Remy kannte diese Erscheinung, denn er sah sie nicht zum ersten Mal. Es musste ein Engel sein, ein Bote des Allmächtigen, der ihm eine Botschaft übermitteln sollte. Daran glaube Remy ganz fest, doch bislang hatte die Frau in Weiß ihm keine Botschaft überbracht... oder Remy hatte sie nicht verstanden. Aber er würde sie eines Tages verstehen, das stand für ihn zweifelsfrei fest. Vielleicht ja dieses Mal?

Es muss etwas bedeuten, dass sie hier erscheint, jetzt, nach diesem Unglück... nein, nicht Unglück. Es sollte so kommen. Es könnte mit der Person in der Kutsche zu tun haben, die von der Hand des Herrn gerichtet und zu Asche verbrannt worden ist. Stand nicht etwas in den alten Schriften über die himmlischen Heerscharen und ihre flammenden Schwerter? Vielleicht ist sie ja gesandt worden, um genau dies zu tun? überlegte Remy still, während er wie gebannt auf die Erscheinung starrte.

Hatte der Kutscher nicht auch eine Reliquie erwähnt? Vielleicht wurde sie gestohlenen? Aber doch nicht etwa von einem Mann der Kirche? Dann wäre die Strafe wahrlich gerecht gewesen.

Remy erkannte, dass er die Zusammenhänge noch nicht komplett verstand. Doch spürte er, dass die Lösung des Geheimnisses nicht fern war, vielleicht schwebte sie ja gerade in Form der weißen Frau vor ihm. Sie vermochte gewiß, ihm zu sagen, was seine Rolle in diesem Ereignis war, was er tun sollte und wofür Gott ihn hier ausersehen hatte. Und so blickte er weiterhin auf die Erscheinung, ohne auch nur einmal zu blinzeln; voller Demut, wartend, lauschend und bereit.
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« Antworten #13 am: Juli 20, 2008, 16:33:13 »

Die Gestalt blickte ihn ebenfalls an. Es war als würde sich nicht in seine Augen sehen, sondern direkt in seine Seele. Sie berührte etwas in ihm. Über ihre Wangen lief eine einzelne Geisterträne, und auch Remy spürte, wie seine Augen feucht wurden.
Durch den Schleier der Tränen hindurch sah er, wie sich auch über die Welt ein Schleier zu legen schien. Sie verlor all ihre Farbe, bis alles nur noch aus Schatten zu bestehen schien, sogar er selbst. Es wurde kälter.
Der einzige Lichtpunkt war die weiße Frau. Von ihrem sanften Leuchten ging ein wenig Wärme aus, wie von einer Kerze in einer eiskalten Nacht. Es war das, was ihn davor bewahrte in dieser trostlosen Umgebung allen Mut zu verlieren und zu verzweifeln. Remy war wie gelähmt.

Agonie.
Es war nicht seine Qual, die ihn überrannte. Es war ihre.

Das Gesicht der Leidenden erstarrte plötzlich zu einer grausamen Maske. Sie riß den Kopf nach oben in den schwarzen Himmel und öffnete den Mund zu einem stummen Schrei der Verzweiflung. Aus ihrem Mund quoll etwas Schwarzes. Die Wärme, die von ihr ausgegeangen war, erstarb.
Er vernahm eine Stimme, nach all den Jahren IHRE Stimme, die gräßlich, verzerrt und dumpf war:

"Dreh Dich um und LAUF, Remy! Blicke nicht zurück!"


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Aphiel
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Honigkekse? ... ? ... HONIGKEKSE!!!

Stier


« Antworten #14 am: Juli 20, 2008, 19:13:59 »

Für Remy begann die Welt kopf zu stehen. Nicht nur, dass er endlich die Stimme der Gesandten vernahm - die plötzliche Veränderung ihres Anblicks rührte etwas tief in ihm. Seine Gedanken rasten, als er entsetzt zusah, wie die Schwärze sich aus dem Mund der weißen Frau heraus verbreitete.

Das Böse ist noch gegenwärtig. Und es vermag selbst einen Boten des Allmächtigen zu befallen! Wir müssen fort, und zwar schnell!

Während er sich erhob, rief er nach Franz, ohne dabei jedoch den Blick von der Erscheinung abzuwenden.

[dt.] "Franz! Wir können nicht mit Guillaume hierbleiben! Wir müssen fort von hier, schnell! Holt euren Karr..."

Seine Stimme erstarb, als ihm wieder einfiel, wovon der Kutscher gesprochen hatte. Die Reliquie!

Noch während er zusah, wie die Schwärze weiter vorankroch, faßte der junge Mönch eine Entscheidung.

Ich werde das Artefakt nicht der Finsternis überlassen! Wenn es das Böse vermag, einen Engel zu verseuchen, dann auch diesen heiligen Schatz! Ich kann das nicht zulassen!

Remy lief nicht fort, sondern auf die Kutsche zu; zunächst auf den Fond, wo das Gepäck befördert wurde, doch dann besann er sich eines Besseren. Ein wichtiges Artefakt, gestohlen oder nicht, würde man keinesfalls unbeaufsichtigt lassen. Es musste noch im Inneren der Kutsche sein, beim Reisenden. Also kletterte Remy erneut hinauf, hastig, bevor die Schwärze bis ins Innere des Gefährts vordringen konnte, und nun blickte er zum ersten Mal durch das zerbrochene Fenster nach drinnen. Schnell sah er sich um; hier irgendwo musste es doch sein? Bestimmt war es ein reich verzierter Kasten, ein Kästchen zumindest oder irgendeine andere Form von Behältnis.

Steh mir bei, oh Herr!!!
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Ihr wünscht Euch mit mir zu messen? Bedenkt, zum wahren Können braucht es Agilität, Grazie und Stil - wie bedauerlich, dass die Passionen an Euch bei diesen gespart haben, mein Freund.

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Remy le Duc (Vampir)
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