Malek
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« Antworten #105 am: Januar 11, 2009, 21:17:32 » |
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Heinrich lies sich herunter drücken, aber nur weil er ja jetzt das bekam was er wollte. Sie war schon komisch, für eine Frau. Sie war defenitiv anders, mal davon abgesehen das sie anscheinend so tot war wie er es nun selbst ist.
Er hörte ihr gespannt zu wie sie über Kain erzählte und seinen Fall, wie er Lilith traff. Und da viel der Groschen Lilitu! Das war es was die Kranken gesagt hatten. Das Mädchen! Er stand Abrupt wieder auf und sah hilflos drein. Es fiel ihm alles wieder ein, die Kranken die Menschen in dem Dorf. Er hatte sie nicht retten können, er hatte versagt. Er registrierte es zwar nicht selber aber anstatt normale tränen lief ihm Blut über Wangen. Er fiel auf die knie.
"Ich habe versagt die kranken....sie riefen immer wieder lilitu.....ich habe versprochen dem Mädchen zu helfen......ich habe versagt.........ich konnte sie nicht retten."
Er ballte seine Hand zur Faust und schlug mit aller kraft auf den Boden.
"Ich kann niemanden beschützen!"
Der schock über diese Erkenntnis hatte ihn völlig ausser bahn geworfen.
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Wuschel
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« Antworten #106 am: Januar 11, 2009, 23:00:11 » |
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"Du hast vielleicht nicht sie gerettet, aber das Übel vernichtet, daß sie vergiftet hat. Du hast das ganze Dorf, wenn nicht sogar Hunderte gerettet. Ich werde dir auch erklären, von welchem Monster du die Welt befreit hast, damit du begreifst, daß nicht sinnlos oder zu spät war, was du tatest." Sie sank vor ihm auf die Knie und fssste ihn wieder bei den Schultern. Ihr griff war fest und offenbahrte ihm ungeheure Stärke. "Verzweifle noch nicht. Erzähle mir was du hier suchtest, wen du gedachtest zu retten. Teile die Erinnerung an die Gefallenen und Unschuldigen mit mir. Das hilft, den Schmerz zu ertragen."
Sie gab ihm ein Gefühl, daß er sich niemals hatte erlauben können. Schwäche zeigen zu dürfen. Sie verstand die Trauer eines Kriegers
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Malek
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« Antworten #107 am: Januar 18, 2009, 15:16:11 » |
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Heinrich sah auf zu ihr.
"Ich war nur auf der Durchreise nach Krakau. Ich komme gerade von den Kreuzzügen wieder. Dort habe ich eine Frau vor der Sklaverei bewart, und natürlich die Feinde des Herren erschlagen. Ich wollte mich wieder im Orden melden."
Er wischte sich die Tränen mit seinem Handrücken weg, aber dadurch verteilte er ja das Blut in seinem Gesicht. Er besah sich kurz seine Hand und fuhr zusammen.
"Was zur.............."
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« Letzte Änderung: Januar 18, 2009, 15:20:44 von Malek »
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Wuschel
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« Antworten #108 am: Januar 18, 2009, 17:05:11 » |
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"Fürchte dich nicht," sagte sie einfach nur. Der rote Schleier vor seinen Augen ließ ihn die Szene wie in einem Dämmerzustand wahrnehmen. "Die Geschichte, die ich erzähle, wird dir einiges erklären. Auch warum du ab der heutigen Nacht nur noch Blutige Tränen weinen kannst. Die Frage, als auch die Antwort liegen im Blute. Es ist seine mystische Kraft, die nicht sterben will, die dich am Leben erhält. Du bist tot, und doch lebst du, durch das Erbe Kains. Gestattest du, daß ich weiter erzähle? Ich weiß du bist verwirrt, doch der Kreis wird sich bald für dich erschließen.Wenn du erst nachdenken mußt, setzen wir das ganze morgen fort."
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Malek
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« Antworten #109 am: Januar 18, 2009, 17:17:00 » |
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"Nein ich möchte das jetzt Klären."
Heinrich schien sich langsam zu Beruhigen. Er setzte sich in einem Schneidersitz neben ihr hin und wartete darauf das sie weitererzählte. Es war viel passiert aber er musste es jetzt wissen, was los war. Er betastete nochmals die stelle die zuvor noch ein klaffendes loch gewesen war. Eigentlich hatte er nie an Gott geglaubt aber langsam wurde ihm bewusst das es ihn vielleicht doch gab. Aber es war schon war, er hatte sie vernichtet die Frau die am allen schuld gewesen war.
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Wuschel
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« Antworten #110 am: Januar 23, 2009, 21:39:43 » |
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"Gut... es ist auch wichtig, daß du verstehst. Wenige überlebten die Flut. Kain und Deizehn seiner Enkel übelebten die große Flut. Jeder war individuell, jeder hatte seine Gaben. Unter ihnen Ventrue, ein adeliger, der sich selbst als die Krönung der Schöpfung und als Herrscher über seine Brüder betrachtete. Sie erbauten die zweite Stadt auf den Trümmern der Ersten. Kain sah, daß seine Nachkommen nichts gelernt hatten. Die Gaben sich weiter ihrem sündigen, menschenverachtenden Lebenstil hin. Kain zürnte, der er wolllte nicht noch einmal seine Welt vernichtet sehen. In seiner Rage verfluchte er jeden Einzelnen und seine Nachlommen. Er machte Gesetze, an die sich von nun an jeder bei androhung der Vernichtung befolgen sollte. Die Dreizehn waren von nun an durch einen Blutfluch belastet und ihre Kinder teilten ihn. Die dreizehn gründeten Clans, die vom Blut, dem sie auch ihre Macht entzogen, bestimmt und geleitet war. Mit der Zeit bezog jeder Clan bestimmte Gebiete, die sie hart absteckten und umkämpften. Unser Clansgründer der sich allzeit als etwas besseres Empfunden hatte, erhielt einen Fluch der viele von uns entzetzlich quält. Jeder von uns kann nur das Blut einer bestimmten Art trinken. Nur das kann uns ernährnen, alles andere Schadet uns. Das was in den Augen desjenigen das ehrenhafteste ist, schmeckt ihm. Es ist wichtig. daß du deinen Geschmack herausfindest. Ventrue zeugte wenige Kinder. Einer von ihnen herrscht über das Land, in dem du aufgewachsen bist, Heinrich, ohne, daß die Menschen davon Wissen. Die meisten von uns sind von hohem Stand, sie sind reich und mächtig, politisch aktiv. Doch einige von uns Wählen den Weg des Kampfes und dienen so den Idealen der Gesellschaft und denen Gottes."
Allmählich verkrustete das Blut auf seinen Wangen und spannte. Adell hatte beim sprechen stolz den Kopf gehoben.
"Wir sind die Schäfer, die sie Herden vor den Wölfen beschützen. Wir sind Kains Richter und Herrscher."
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« Letzte Änderung: Januar 23, 2009, 22:19:25 von Wuschel »
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Malek
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« Antworten #111 am: Januar 23, 2009, 21:54:53 » |
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"Toll ich teile einen Fluch von jemanden der sich für das Beste auf der Welt hält? Und ich dachte ich wäre schon schlimm dran."
Heinrich wischte sich mit dem Handrücken das verkrustete Blut von der Wange. Es missfiel ihm das er zu so einem Verein gehörte.
"Ich will den menschen nur helfen mehr nicht. Einen anderen sinn in meinem Leben gab es bisher nicht. Sonst treibt mich nichts an."
Er hatte sich die Geschichte gut angehört. Es hörte sich sehr danach an das diese neue Leben ziemlich mies werden würde.
"Und ich soll Blut trinken? Einfach nur großartig. Warum ich? Warum hast du mich für...........sowas ausgewählt?"
Heinrich verstand es einfach nicht. Er war auch etwas gereizt. Diese ganze Situation missfiel ihm etwas, aber dennoch war er auch seiner Retterin nicht undankbar auch wenn der Preis ziemlich hoch für ihn war.
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Wuschel
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« Antworten #112 am: Januar 25, 2009, 18:30:59 » |
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Etwas geschah... Seine Gedanken und Wut verschwammen. er konnte nichts tun, als die Frau neben sich zu betrachten. Alles herum wurde nicht ganz gegen seinen Willen ausgeblendet. Seine Blick fuhr unweigerlich üner ihre erweichenden Gesichtszüge. Sie war so blaß. Immernoch war sie genauso verklebt von Blut und Schmutz wie er. "Genau weil du dir diese Fragen stellst. Je mehr du sprichst, umso mehr denke ich, es war die richtige Entscheidung," erwiederte sie mit fester Stimme. "Du hast richtig erkannt, unser Clan ist voller Arroganz. Ich werde nicht zulassen, daß wir nichts aus dem ganzen gelernt haben sollen. Kain hat uns verflucht. Ich muß meinen Brüdern und Schwestern mit Taten die Augen öffnen. Deswegen Kämpfe ich. Ich trage seine Botschaft weiter. Wir müssen uns als würdig erweisen, Herrscher zu sein." Adells seltsame Art, wie sie ihn dazu bewegte konzentriet zuzuhören, ließ nach. Dennoch vernahm er ihre nöchsten Worte genau: "Du hast immernoch die Wahl. Du kannst immernoch deine Unsterbliche Seele aufgeben und vor deinem Schicksal fliehen, oder du kannst dich dem stellen und kämpfen, daß du Gnade erfahren wirst. Nur bitte...", sie ergriff seine Hände, "... entscheide dich morgen und qüale mich nicht länger mit meinen Hoffnungen."
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Malek
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« Antworten #113 am: Januar 25, 2009, 18:49:05 » |
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Heinrich sah sie aus Großen Augen an. Sie war irgendwie mehr da als vorher, er konnte sich nicht erwehren ihr zuzuhören und anzusehen. Was war das zum teil wollte er es und auch wieder nicht. Ihre worte machten sinn bis auf einen Punkt der ihm nicht ganz behagte.
"Ich will kein Herrscher sein, ich möchte nur helfen mehr nicht. Den einfachen Leuten die sich selber nicht helfen können, zu beschützen das ist meine Aufgabe."
Der Kreuzritter schien kurz zu überlegen, besonders als Adell seine Hände ergriff. Er drückte nun seinerseits ihre Hände und sah tief in ihre Augen.
"Ich werde dir Helfen, deine Sache ist gerecht und deswegen werde ich dich so gut es geht unterstützen. Aber wie soll es nun weitergehen?"
Sie sahen beide wohl ziemlich schlimm aus durch das ganze Blut und die Asche. Wenigsten konnte wenn auch verflucht immer noch Leuten helfen und auch ihr.
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Wuschel
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« Antworten #114 am: Januar 26, 2009, 17:20:29 » |
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"Die Sonne geht bald auf. Wir werden gezwungen sein, hier zu bleiben. Morgen brauchen wir unbedingt Nahrung. Ich denke, du solltest die Botschaft unseres Sieges noch den Dorfbewohnern überbringen. Dann ziehen wir weiter... Eins noch, bevor...."
Heinrich verlor schlagartig das Bewußtsein. Kein Traum, kein Gedanke mehr.
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Genauso plötzlich kehrte alles zu ihm zurück. Er spürte kurz wie sein Körper von einem Hauch Leben gestreift wurde, bevor er die Augen aufschlug. Er saß zusammengekauert an der selben Stelle wie vor dem mysteriösen Schlaf. Adell war nicht zu sehen. Schmerz lenkte ihn ab. Die Wunde in seiner Brust lag wieder offen, genauso wie... gestern. Noch etwas störte seine Konzentration. Etwas rumorte in ihm. Er hatte Durst, nein Hunger. Oder war es doch Durst? Er fühlte sich gegen seinen Willen gereizt.
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Malek
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« Antworten #115 am: Januar 26, 2009, 17:27:38 » |
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Heinrich wollte ihr gerade zustimmen und hören was sie zu sagen hatte, als plötzlich alles bei ihm aussetzte. Als er aufstand sah er sich um und kratzte sich an seinem Linken Arm. Wo war sie den nun hin? Sollte er auf sie warten oder schon zu den Dorfbewohnern losziehen? Und dann war dieses nagende Gefühl des Hungers da, vielleicht sollte er warten bevor er eine Dummheit begann. Aber sie sollte sich beeilen!
Womöglich sollte er die Wunde heilen lassen wie gestern, obwohl dann würde er noch Hungriger werden. Das könnte dann nicht gut enden also ließ er es. Naja aber er konnte wenigstens seine Rüstung holen. So ging der junge Kreuzritter aus dem Haus zu dem Platz an dem er gestern alles stehen und liegen gelassen hatte. Sein wunde hatte er wohlweislich versteckt.
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Wuschel
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« Antworten #116 am: Januar 27, 2009, 15:34:39 » |
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Er folgte den schmalen Feldwegen die er erstaunlich gut in Erinnerung hatte. Die Nacht war Wolkenverhangen und düster wie sein Gemüt. Es mußte kühl sein, dennoch beeindruckte ihn das kaum. Eine Erkältung hatte er gewiß nicht zu fürchten... Die Wunde schmerzte unangnehm und strapazierte penentrierend seine Nerven. Nichts und niemand war auf dem Feld unterwegs. Zumindest ließ sich weder Mensch noch Tier blicken. Unweigerlich führte ihn sein Pfad zurück zum Brunnen und damit auch am gestrigen Kampfplatz vorbei. Bevor er es im fast dunklen sah, roch er verbranntes Fleisch und Tod. Die Rüstung des Dämons - nun wußte er es besser. Es war eine Nachfahrin Kains gewesen, wie er es jetzt geworden war - spiegelte das fahle Mondlicht wider. Viele Hände voll Asche lagen noch in und um die Kleidung verstreut. Der sanfte Wind verwehte sie über den Boden über das Land. Bei Tag wäre es wohl kaum aufgefallen, doch den sanften Hügel hinauf, in Richtung des Brunnenens, in den er vor einiger Zeit gesprungen war, nahm er ein Glänzen wahr. Gut, immerhin ein Hoffnungsschimmer, daß Stanilav noch nicht dafür gesorgt hatte, daß sein Kettenhemnd statt seiner in ein Grab eingebuddelt worden war.
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Malek
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« Antworten #117 am: Januar 27, 2009, 17:33:44 » |
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Heinrich sah auf die Überreste seiner Feindin. Asche zu Asche Staub zu Staub, so hieß es ja immer. Oben konnte er sein kettenhemd sehen, das war ja schonmal was. Bei der Rüstung angekommen Streifte er sich diese über. Wenigstens etwas, und nun musste er sie finden und noch den Dorfbewohnern die frohe kunde bringen. Er ging zurück zur Hütte um dort auf seine Neue Mentorin zu warten. Er wollte ja keinen unsinn anstellen in der zwischenzeit. Das kettenhemd verbarg seine Wunde gut, aber nicht den schmerz.
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« Letzte Änderung: Januar 27, 2009, 17:39:54 von Malek »
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Wuschel
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« Antworten #118 am: Januar 27, 2009, 17:52:53 » |
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Er musste nicht lange warten - zum Glück, denn die Hütte bot keinerlei Beschäftigung. Irgendwie fühlten die schweren Ringe für ihn leichter an als sonst. Schon als er das Hemd übergestreift hatte, was allein schon ein Kraftakt war, spürte er das Gewicht deutlich weniger. Ja, er war seit seiner Verwandlung deutlich Stärker geworden. Das mußte wohl zu den geheimnisvollen Kräften seines neuen Zustandes gehören. Jedenfalls drängte sich diese Vermutung stark auf.
"Ah, du warst schon unterwegs?" entfuhr es Adell, als eintrat. "Geht es noch... mit dem Hunger?" fragte sie vorsichtig und schloß nach einem prüfenden Blick nach draußen die Tür.
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Malek
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« Antworten #119 am: Januar 27, 2009, 18:08:13 » |
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Heinrich saß gelangweilt in der Ecke, und wartete. Er konnte sich irren, aber es kam ihm so vor als wenn er stärker geworden wäre. Dann traff seine Mentorin ein und sein Laune wurde besser.
"Naja ich hab mein Kettenhemd geholt und dann hier auf dich gewartet. Mit dem Hunger geht es so. Hab extra meine Wunde nicht geheilt, damit ich hier nicht die wände hochgehe, vor Hunger."
Er lächelte sie an.
"Ich wollte dir nochmal für meine rettung danken."
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