Dass das so rüberkam, liegt wohl daran, dass nicht einmal Shil und ich uns einig sind, wie die Sache nun gesehen werden soll. Aber ich denke, dass die Idee mittlerweile so viel Hintergrund der WOD tangiert hat, dass man ohne eine gewisse Komplexität nicht mehr auskommt. Aber das kann man ruhig als Qualitätsmerkmal betrachten – Es ist zumindest keine Idee, die so wenig Diskussionsstoff bietet, dass sie oberflächlich und einfach bleibt.
Was ich ganz universell sagen mag: Ich würde die ganze Idee nur für Spieler in Betracht ziehen, die schon etwas Ahnung von der WOD haben. Jemand, der die Clans Giovanni und Lasombra überhaupt nicht kennt, wird den Umfang der ganzen Sache überhaupt nicht erfassen können.
Somit wäre sie sicherlich für Deine Runde geeignet. Also, einfach nicht abschrecken lassen, nur weil noch einige essentielle Fragen offen sind.
Deine offenen Fragen waren:
– was sollen sie [die Agitatoren] genau bezwecken?
– was können sie [die Blutlinie] genau?
– wie sähe ich die Infos sparsam?
Shils offene Fragen waren:
– wer erschafft diese Blutlinie überhaupt? [SCs oder NSCs]
– brauchen Söldner Necromancy?
– welche Ploideen lassen sich noch auf dieser Basis aufbauen?
Mein offenen Fragen waren:
– welche Diziplinen sind wirklich sinnvoll für die Blutlinie?
– wer hat den Impuls gegeben, dass das Projekt angefangen wurde?
– welche Fragen muss man als SL den Spielern beantworten können, damit sie sich mit der Plotidee wohlfühlen?
Ich fange jetzt einfach mal an zu beantworten, worauf ich bereits eine Antwort habe:
– was sollen sie [die Agitatoren] genau bezwecken?
Augenscheinlich: Machtgewinn. (Wie du selbst bereits gesagt hast.)
Hintergründig: Sie sind auch nur Marionetten im Großen Spiel und werden für die Zwecke anderer als Werkzeug benutzt. Anders geht es nicht...
Soweit bin ich mir sicher. Alles andere dürfte für ein Unterfangen mit derartigen Ausmaßen zu flach wirken. (Wer, wie, wo? ...das müsste man natürlich noch genauer in Augenschein nehmen.)
– wie sähe ich die Infos sparsam?
Ich würde aus persönlicher Erfahrung sagen, dass man beim Spielleiten ganz arg die Ohren spitzt, welche Fragen die Spieler haben. Die müssen sich natürlich aus den ersten Puzzleteilen bereits ergeben. Und diese Fragen beantwortet man immer zum Teil – zum Teil aber eben auch nicht.

Und man sorgt immer dafür, dass sich genug neue Fragen ergeben.
Das wäre jetzt das allgemeine Rezept.
In diesem speziellen Fall sollte es vielleicht erst einmal einen Anschlag der Blutlinie geben. Die Spieler müssen herausfinden, wer es war. (Da ist wichtig , dass du sie als Spielleiter dahingehend lenkst, dass sie weniger nach dem Grund als eher nach dem Täter Ausschau halten.) Bei der Festsetzung des Täters wird ihnen dann bewusst, dass was mit ihm nicht stimmt und dass er sich von anderen Vampiren unterscheidet. Wenn die Spieler es verraffen, da nachzuhaken, dann folgt ein weiteres Attentat und der Täter weist wieder die selben abweichenden Charakteristika auf. Nun sollten sie es geschnallt haben, dass sie herausfinden müssen, was da nicht stimmt. Wäre das schon einmal ein Ansatz, mit dem du leben könntest?
– wer hat den Impuls gegeben, dass das Projekt angefangen wurde?
Auf diese Frage habe ich mittlerweile einen Lösungsansatz.

Also, es gibt da eine Dämonenart, die sich Doppelgänger schimpft. Das ist eine dämonische Dienerrasse (aber trotzdem sehr mächtig), die von Aussehen und Auftreten beliebig andere Personen perfekt nachahmen können. So ein Doppelgänger wurde von einem mächtigen Dämonen, der in der Abyss gefangen ist, ausgesandt um seine Wiederkehr auf diese Welt vorzubereiten.
Dieser Doppelgänger hat sowohl den Lasombra als auch den Giovanni in der Vorgeschichte aufgesucht (jeweils als der Gegenpart) und die beiden mit ausreiched Infos über den Hintergrund der Disziplin des Gegenparts versorgt. Dieser kleine Fiesling hat beiden den Mund so geschickt wässrig gemacht, dass sie ganz heiß darauf waren mit dem anderen zusammenzu arbeiten. Dann erst haben sich die beiden wirklich getroffen... Das wäre eine Erklärung, wie die beiden zu den notwendigen Vorabinformationen gekommen wären, die sie gebraucht hätten, um überhaupt auf die Idee zu kommen, sich mit den Dämonen der Abyss zu beschäftigen.
Nur jetzt stehe ich vor der Frage: Wozu bräuchten die beiden dann die Blutlinie? *args*