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Autor Thema: [Background] Rechtschaffene Rache  (Gelesen 64367 mal)
Beschreibung: Heinrich: Charakterbogen, Präludium
Malek
Wächter des Schweigens
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Widder


« Antworten #135 am: Juni 22, 2009, 21:01:56 »

Heinrich wich unwillkürlich einen Schritt zurück, als der Großinqiusitor auf ihn zukam. Er ging auch in eine Abwehrstellung und zog ebenfalls sein Schwert ohne es aber direkt gebrauchen zu wollen. Die nähe zu de la Champagne war fast unerträglich.

"Wenn ihr mir glaubt, warum soll ich dann getötet werden? Ich habe vor noch mehr Leuten zu helfen. Ich bin ein Streiter Gottes und werde es immer sein."

Als er Adell´s Stimme hörte, hätte sein Herz einen Hüpfer gemacht wenn es noch das Vermocht hätte. Was bahnte sich hier nur an? Warum wollte dieser Mann seinen Tot? Als er denn kurzen Wortwechseln verfolgte, Protestierte er. Heinrich würde doch seine Retterin nicht im Stich lassen.

"Ich laufe doch nicht wie ein Geprügelter Hund davon. Ich stelle mich jeder herausforderung die mir Gott auferlegt."

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Wuschel
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« Antworten #136 am: Juni 26, 2009, 02:10:27 »

Adell nickte verständnisvoll.
"Deshalb," sie blickte ihren generischen Duellanten an, "habe ich sein Leben erhalten."
Seine Retterin wandte sich Heinrich zu: "Geh. Du kannst hier nichts tun. Das ist meine Prüfung. Gehe mit Stolz."
Als sie diese Worte sagte, legte sich in Heinrichs Kopf ein Hebel um.
Sein Wille schaltete sich aus. Wie eine Marionette erhob er sein Haupt und ging.
Er ließ sie zurück, schritt an den Soldaten vorbei.
In seiner Hilflosigkeit ballte sich in ihm etwas zusammen. Er schöpfte etwas aus sich, er verlangte nach der Aufmerksamkeit Adells. Sie hatte irgendetwas gemacht, seinen Willen manipuliert, um ihn zu retten... anders konnte es nicht sein. Er spürte, wie sein Blut in Wallung geriet. Er zwang sie, ihn anzusehen.
Etwas passierte. Er bemerkte, daß er ein Leuchtfeuer gezündet hatte, welches einfach von jedem bemerkt werden mußte.
Es half nichts. Adell rief ihn nicht zurück, noch folgte sie ihm.
Er mußte nach Krakau gehen. Ja, es viel ihm wieder ein: Er hatte eine genaue Vorstellung davon, welchen Weg er einschlagen mußte. Er verlies den Schauplatz.
In ihm wehrte sich etwas, doch er konnte nichts tun. Man ließ ihn gehen, und bald hörte er Scherterklirren, sehr schnell. Sie waren sich ebenbührtig. Doch war Adell stärker als dieser Mann Gottes?
Sein Leuchtfeuer erlosch langsam.
Unermüdlich wanderte er in zügigem Tempo durch die ländliche Landschaft. Er kam bald außer Hörweite. Kein Mensch kreuzte seinen Weg. Nun konnte er nurnoch hoffen, daß Adell gewann. Welche Kräfte in ihr noch schlummern mochten, sie würde sie brauchen.
Ein Knall wie von Donner hallte über das Land, doch es folgte kein Blitz.
Er lief weiter, denn keine Erklärung kam ihn seinem Hirn zusammen. Das Gefühl, von unsichtbaren Fäden gelenkt zu werden ließ nicht nach. Inziwischen kamen immer mehr seltsame Details zutage: Er mußte weiter nach Osten. Dorthin, wo die Sonne aufging, bis er auf einen großen Fluß traf. Dann sollte er flußabwärts gehen, bis er die Stadt erreichte. Am Ufer mußte es irgendwo ein Höhle geben. Dort sollte er mit Fürst Krak sprechen... Fürst Krag... er hatte noch nie von sojemandem gehört.
Die fremdartige Gedankenflut wurde unterbrochen.
Ein Schmerz durchzuckte sein Herz und unendliche Trauer überfiel ihn. Blutige Tränen rannen seine Wangen hununter während er weiterging.
Ein zartes Band, daß ihn mit Adell verbunden hatte war zerissen worden, auseinandergefetzt.
Sie war fort, hatte ihre letzte Prüfung abgelegt.
Tief hatte sich das Gesicht von diesem Francois de la Champagne in Heinrichs Gedächtnis eingebrannt. Langsam wandelte sich seine Trauer in Hass. Doch er überdeckte sie nur, löste sie nicht ab.

--- eine Nacht später, kurz nach Sonnenuntergang ---

Heinrich erwachte. Der Schmerz in seiner Brust war nicht gewichen, obwohl er es riskierte, seine Wunde zu schließen. Adells Verlußt ließ ihn nicht los. Heinrich hatte ein recht passables Plätzchen zu übertagen gefunden: Eine verlassenene Jägerhütte. Zur Sicherheit hatte er sich in der Speisekammer, die eine Art kleiner Keller war, niedergelegt. Der Ort erinnerte ihn daran, daß er dringend Nahrung brauchte.
Doch immernoch unterlag er dem Zwang, weiterzugehen.
Nach zwei weiteren Stunden marschieren erreichte er endlich den Fluß, die Weichsel. Wie ihm gehießen folgte er dem Strom und sah bald in der Ferne die Lichter der Burgstadt.


von http://www.wawel.net/malarstwo/glowacki.htm


Sie kam mit jedem Schritt näher. Er schlug sich seitlich ins Unterholz, am Flußufer entlang. So konnte er ungesehen die Burg umrunden. Der Eingang, vielmehr die Felsspalte, die er suchte, fand er schnell.
Etwas beunruhigte ihn. Aus dem Fluß kamen Spuren. Schleifspuren. Heinrich konnte sich keinen Reim darauf machen. Jedenfalls hatte sich Etwas oder Jemand anscheinend aus dem Wasser erhoben und sich durch den Riß im Fels gezwängt.
Aber er mußte nunmal hinein. Heinrich drehte sich zur Seite und ging seitwärts eir ein Krebs voran. Sein Kettenhemd schabte über den Stein.
Er tastete sich in der Dunkelheit voran, immernoch von einem unsichtbaren Marionettenspieler gelenkt, aber auf alles gefasst...

Heinrichs Geschichte geht weiter in Der Höhle des Drachen.
« Letzte Änderung: Juli 20, 2009, 20:07:20 von Wuschel » Gespeichert
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