Titel: Der Goldene Kompass Beitrag von: Ninchen am Dezember 12, 2007, 21:11:25 New Line Cinema hat sich mal wieder an eine Fantasytrilogie gewagt und versucht jetzt mit der "His Dark Materials"-Chronik von Pullmann den großen Wurf vom Herrn der Ringe zu widerholen...
War direkt am 6. Dezember drin, ich liebe die Trilogie ziemlich als Buch und war wirklich neugierig wie alles filmerisch umgesetzt wird. Zum Inhalt: Es ist die reine kindliche Neugierde, die Lord Asriel (Daniel Craig) das Leben rettet. Seine Nichte Lyra Belacqua (Dakota Blue Richards) erfährt in einem Schrank versteckt, dass ihr Onkel vom Magisterium, der allgegenwärtigen Verwaltungsmacht, vergiftet werden soll. Der eigenwillige Forscher interessiert sich hingegen zu sehr für das Phänomen des kosmischen Staubes, das er am Polarkreis erkunden will. Dies soll die Verbindung zu Parallelwelten öffnen. Dass Lyra, die am renommierten Jordan-College in Oxford aufwächst, etwas Besonderes ist, weiß auch Mrs. Coulter (Nicole Kidman). Die weltbekannte Wissenschaftlerin nimmt sie mit auf eine Forschungsreise, doch Lyras Begeisterung für ihre neue Mentorin legt sich bald, als sie zu spüren bekommt, wie Mrs. Coulter wirklich denkt. In Wahrheit ist sie hinter dem Alethiometer (zu deutsch: Wahrheitsmesser) her, ein goldener Kompass, der dem Mythos nach immer die Wahrheit sagt ? allerdings nur der auserwählten Besitzerin: Lyra. Doch die ist in Aufruhr. Nicht nur, weil sie die Welle der Kindesentführungen beunruhigt, sondern vor allem, weil auch ihr bester Freund Roger (Ben Walker) verschwunden ist. Gerüchten zufolge sollen die bösen ?Gobbler? dahinterstecken und die Kinder im hohen Norden zu Experimenten missbrauchen? Erst mal das positive: Die Charaktere sind alle sehr gut besetzt, insbesondere die starrköpfige, wilde Lyra mit Dakota Blue Richards, Mrs. Coulter die glänzend von Nicole Kidman verkörpert wird und James Bond alias Daniel Craig macht sich auch sehr schön als Lord Asriel! Die Kameraführung ist spitze, tolle Aufnahmen, und die Daemonen sind super animiert und wirken wirklich echt. Muss aber zugeben in ein paar Punkten wurde gepatzt: Mir tuts immer noch weh, dass sie die letzten Szenen im Goldenen Kompass filmmäßig wohl einfach an den zweiten Teil klatschen wollen: Die sehr ironische Wendung die eigentlich am Ende des "Kompasses" stehen sollte geht so ein bissl verloren und statt dessen hat man bissi Friede-Freude-Pseusocliffhanger Ende. Auch die starke Religionskritik Pullmanns und die ganzen philosophischen Ansätze der "His Dark Materials"-Trilogie kommen net so arg rüber im Film... Dazu hätten zusätzliche 30 Minuten dem FIlm gut getan... es passiert zwar sehr viel, aber teilweise werden wichtige Charaktere einfach so "nebenbher" in die Handlung gespült oder bleiben erschreckend eindimensional. Es ist zwar klar, dass ein Film nie so detailreich und facettiert sein kann wie die Buchvorlage aber für einen Fantasyschinken ist der Film mit 105 Minuten eher kurz und teilweise mangelt es halt doch was an Teife... Naja bin mal gespannt auf die nächsten! Trotzdem kann ich den Film nur empfehlen !!!! Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: Lanjana am Dezember 17, 2007, 13:49:26 Oh, ich war ja sooooo entäuscht!
Nachdem mir die Trilogie sehr gefällt, hab ich monatelang auf den Filmstart gewartet. Und dann das. Oh je. Die Handlung wirkt unlogisch, konstruiert, unmotiviert, es kommt kein Schwung rein. Ich stimmt vollkommen mit Ninchen überein, was die Schauspieler und die Animationen betrifft. Vor allem die Dämonen sind super. Aber das Drehbuch... Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: Rabe am Dezember 17, 2007, 16:20:58 So ist das wenn gute Dinge 'verbessert' werden. Deshalb halte ich mich auch lieber von Verfilmungen lieb gewonnener Bücher fern. Allerdings kenne ich die Triologie nicht, daher wird der Film wohl irgendwann mal als Unterhaltungshappen mit wenig Kalorien herhalten müssen. <.<
Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: Alukard am Dezember 17, 2007, 18:15:00 hm...der autor der bücher kommt aus der gleichen stadt wie J.R.R. Tolkien ^^
hm...dieser hype um die besten fantasie geschichten ist in meinem auge zwar gut für das genere aber es schadet ihm mehr oder weniger. wenn eine große triologie es schafft berühmt zu werden, werden die nächsten in angriffgenommen und gleich allesamt in den sand gesetzt. das ist mir nciht nur bei einem film auf gefallen. ich sehe da harry potter auch als beispiel. ich hatte mir das making off zu dem film angesehen und mir die trailer schon ein paar monate im vorraus. dachte das wäre ein klassischer kinderfilm den war aber nciht so, doch als ich die kritik las...naja...war nicht so dolle. ich über leg mir da smit dem film noch mal. eine schade eine gute story zu verheißen. vielleicht hätte man unbekannte schauspieler nehmen sollen ;) Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: Ninchen am Dezember 19, 2007, 13:15:44 Wobei beim Kompass die Schwächen imho ganz klar am Drehbuch liegen... die Darsteller fand ich eigentlich spitze
Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: Silent am Dezember 30, 2007, 19:48:10 Ich breche hiermit eine Lanze für den Film, wobei ich gestehe die Bücher NICHT gelesen zu haben :)
Wir waren heute drin und er hat sowohl Helena als auch mir sehr gut gefallen. Konstruiert fand ich gar nichts, im Gegenteil er war plausibel aufgebaut. Die Landschaftsbilder, die Darsteller, die Daemonen, die Panzerbären usw. das passte alles perfekt zu einem gelungenen Fantasyfilm :D Ich freu mich schon auf Teil 2, werde wenn überhaupt die Bücher erst nach Ende der Trilogie lesen. Achja auch Herr der Ringe war "nur" ein netter Fantasyfilm, auch dort hats mir oftmals den Magen umgedreht, wenn zum Beispiel Elben in Helms Klamm aufmarschierten oder Saruman schon in Isengart starb etc. Buch ist Buch und Film ist Film, 1:1 verfilmen geht NIE :) Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: SLD am Januar 04, 2008, 00:23:44 Ich empfand den Film als schlecht - selbst unter dem Gesichtspunkt einer Verfilmung als Kinderfilm. Die Daemonen waren super, ja. Auch die Darsteller haben sich teilweise nicht lumpen lassen, aber es ist einfach alles untergegangen. Hintergrundinfo (Kann man durch Dialoge rüberbringen), wichtige Charaktere gingen unter und noch dazu war die Handlung verdreht. Alles verkorkst. Aber das Buch fand ich auch nur gute Mittelklasse, vllt lag's daran.
Meine Freundin fand den Film gut, also lag es vllt an mir. Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: Nile am Januar 05, 2008, 00:08:45 So, jetzt kann ich auch mal mitreden. hab ihn gestern im Kino gesehen... ähm, naja, vorgestern. :)
Mir hat er echt gut gefallen und ich freue mich auf die anderen Teile und vorallem auf die Bücher, die schon quasi gelesen sind ;) die Daemonen fand ich super und auch die Eisbären waren klasse, hab schon einen bestellt, mein Freund schenkt ihn mir dann zum Geburtstag ;D die Schauspieler waren auch klasse meiner Meinung nach, allerdings hab ich das Buch, wie schon erwähnt, noch nicht gelesen. vielleicht ändert sich meine Meinung noch... mal sehen Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: SLD am Januar 05, 2008, 14:14:43 Naja, aber sorum ist besser als andersherum, denke ich. Zuerst einen Film zu sehen, bevor man die Story durch ein Buch viel intensiver und umfangreicher erlebt ist IMHO immer besser.
Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: Nile am Januar 07, 2008, 15:21:41 ich hoffe doch, den jetzt kann ich es kaum erwarten die Bücher zu lesen.
Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: Vomo am Februar 27, 2008, 12:25:47 Nicht wirklich zum Thema, aber mal als nette Randnotiz zu folgender Aussage:
1:1 verfilmen geht NIE Es gab mal ein Experiment, wo ein Buch so geschrieben wurde, dass es 1:1 als Film umgesetzt werden konnte. Sozusagen der Roman gleich als Drehbuch verfasst. Und nach dem Genuß von Buch und Film kann festgehalten werden, dass es doch funktioniert. Experiment gelungen. (oder um deinen Slogan zu benutzen, Silent: "Wie? Das geht nicht? Geht nicht gibt's nicht!" ) Ach ja, der Titel: Rebecca's Töchter (1992) Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: Aphiel am Februar 27, 2008, 12:30:43 Wahrscheinlich vergeben die in Hollywood deswegen auch Oscars für "screen adaptation" - weil nicht jedes Buch so verfilmt werden kann, wie man es halt von der schriftlichen Vorlage erwartet. Ich finds aber schon heftig, dass einer damit Geld verdienen und Preise gewinnen kann, dass er Bücher in Drehbücher umschreibt...
[EDIT] Vorschlag für neuen Thread: "Filme oder Bücher, was ist wichtiger?" Titel: Re: Der Goldene Kompass Beitrag von: Helena am Februar 27, 2008, 13:03:25 warum eröffnest du den thread nicht gleich? :D
ist doch ein gutes thema ;) --edit-- shil hat das thema eröffnet :D |