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Hobbythek => Literatur => Thema gestartet von: Arkam am März 02, 2009, 12:40:27



Titel: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Arkam am März 02, 2009, 12:40:27
Hallo zusammen,

der Herr der Ringe gilt ja im allgemeinen als DAS Fantasybuch.

Ich persönlich halte es für ein sehr überschätztes Buch.
Mich stören vor allen die eher flachen Charaktere. Die meisten Charaktere sind entweder gut oder böse. Charaktere mit Umschwüngen etwa Boromir sind selten und sie werden dann auch "bestraft". Boromir stirbt etwa und bekommt dann seine Erlösung.
Die Idee den Völkern eine eigene Sprache zu geben ist sicherlich wunderbar. Aber diese Fremdsprachen machen das Behalten von Namen schwer und was habe ich von Gedichten im elbischen Original wenn mich doch nur die Übersetzung interessiert?

Ich scheine ja nicht der Einzige zu sein der dem Werk kritisch gegenüber steht. Denn man liest ja immer wieder von vergeblichen Anläufen den Herrn der Ringe zu lesen.

Im Kleinen Hobbit zeigt Tolkien ja das er auch eine spannende Geschichte schreiben kann. Der Herr der Ringe ist für mich durch zu viele Einzelheiten überfrachtet. Vor allen aus heutiger Sicht. Denn vieles hat man inzwischen besser und auch geschlossener in einem Roman gelesen.

Gruß Jochen

Edit Shil: Überschrift angepasst


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Marrok am März 02, 2009, 14:45:32
Ich muss zugeben, ich finde weder Film noch die Bücher wirklich toll.. wobei ich zugeben muss bei den Büchern habe ich es nicht einmal geschafft das erste Buch fertig zu lesen.. ich bin irgendwo bei diesen singenden "Riesen"? ausgestiegen.

Ich mag den Stil von Herr der Ringe nicht. Wie schon geschrieben sind die Charaktere aalglatt und langweilig und anstelle das man der Story oder zumindest den Akteuren tiefe gibt beschreibt man lieber stundenlang die Landschaft.. nein JAHRHUNDERTE LANG!! die Landschaft *g*

Mir war es schlichtweg zu langweilig und außerdem mag ich Welten nicht wo Orks so dumme niedere Kreaturen sind!


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Silent am März 02, 2009, 19:03:10
Ich mag, mochte und werde Herr der Ringe immer mögen. War nach "Die Welt des Meisters" von Joel Rosenberg der nächste Schritt in die erwachsene Fantasywelt.

Der erste Band von Herr der Ringe ist mitunter zäh, langatmig und auch öde, das gestehe ich. Allerdings baut er danach einen für mich klar erkenntlichen Spannungsbogen auf, der bis zum Ende nicht mehr abflaut. Kann mir keiner erzählen, dass er keine Gänsehaut hatte als die Reiter von Rohan in die Schlacht um Minas Tirith eingreifen, egal ob Film oder Buch   :)

Überbewertet finde ich das Buch nicht. Leider wurde es durch den Film zum Kommerz, sodass nun jeder Hinz und Kunz Frodo, Merry, Legolas und Gimli kennt. Früher war es noch ein kleines unerkanntes Pflänzchen, das sich nur ein paar "Auserwählten" erschloss. Mittlerweile streiten kleine Kinder ob Gimli cooler als Boromir ist oder nicht.

Fazit: Für mich ist Herr der Ringe Top   :)

P.S.: OT => Kennt jemand "Die Welt des Meisters"? Ist ein tolles Fantasybuch um eine RPG-Gruppe die von ihrem Meister in die Welt versetzt wird in der sie spielen  :)



Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Alukard am März 02, 2009, 20:26:26
Dann will ich meinen Senf auch mal dazugeben.

Ich habe die Neufassung gelesen und ich muss zugeben, dass sie aus heutiger Sicht nicht gut beschrieben ist. Man hätte einige Sachen so belassen sollen. Samweis sagt immer "Chef" zu Frodo, was eigentlich Herr heißen sollte ;)

Zugegeben das erste Buch ist zäh, doch ich schließe mich der Meinung von Silent an. Es gibt kein Buch, das mich stärker berührt hat als dieses eine Buch. Eine Handlung braucht immer einen Anfang und genau das macht das erste Buch. Es ist zäh...ich muss zugeben, dass mich das erste Kapitel und die Erklärungen zu den ganzen Hobbits und ihren Verwandten ein wenig abgeschreckt hat. Dennoch ich lese solche Bücher gerne, die eine gewisse Tiefe aufweisen!

Und ja Silent, ich bekam Gänsehaut und bekomme sie immer noch, wenn ich das Hornblasen höhre :D ;)

Mich wundert es, dass ausgerechnet RPG Spieler eine geringe Meinung vom Herrn der Ringe haben...zumindest ein paar meiner Vorredner. Ohne Tolkien hätte es sicher keine Orks, Elfen und Zwerge gegeben. Wenn man sich die Hintergründe von vielen RPGs ansieht, ziehlen alle Linien nur auf den Herrn der Ringe ab.

Wenn ihr ein wirklich schweres buch lesen wollt, dann lässt die Vorgeschichte zum Herrn der Ringe. Das Silmarillion ist ein wirklich hammer Buch und sehr zäh zu lesen.

Kommerz hm da stimme ich nun nicht ganz überein *g* zugegeben...ees ist der erfolgreichste Film aller Zeiten...immerhin hat er mehr als 11 Oscars bekommen ;D

Ich winde das Buch und die Filme einfach super. Mir kann keiner Sagen, dass er den Herrn der Ringe nicht mag. Wirklich kenner wissen außerdem, wer der wahre Held in Lord of the Rings ist :D

mfg


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Tam am März 02, 2009, 20:33:48
Gollum?


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Marrok am März 02, 2009, 20:41:27
Mich wundert es, dass ausgerechnet RPG Spieler eine geringe Meinung vom Herrn der Ringe haben...zumindest ein paar meiner Vorredner. Ohne Tolkien hätte es sicher keine Orks, Elfen und Zwerge gegeben. Wenn man sich die Hintergründe von vielen RPGs ansieht, ziehlen alle Linien nur auf den Herrn der Ringe ab.

ähm Epic Fail?
Ich will Tolkiens Sammlung an Kreaturen nicht irgendwie runter spielen, er hat auf jedenfalls viele Autoren usw nach ihm inspiriert

aber sämtliche Kreaturen hat es auch schon vorher gegeben.... viel viel viel viel viel viel früher.

über den Film äußere ich mich nun mal nicht, schöne Landschaften, tolle Schlachten.. gz! an die Kameraleute, Spezialeffektypen usw.. der Rest ist eher lahm und da sehe ich mir lieber Willow an ^^.



Sry Alu, aber ich mag Herr der Ringe nicht ^^ ich muss dich enttäuschen :D


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Alukard am März 02, 2009, 20:52:01
Wunder mich ehrlich gesagt nicht, Marrok ;D
Allerdings...wer D&D mag, der wird sich bei Tolkien wieder finden.

Naja Marrok...wer die Bücher nicht mag und versteht, der scheitert auch an den Filmen ;)

@Tam
Es gibt auch wesentlich sinnvollere Inhalte als deine -.-


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Tam am März 02, 2009, 21:05:21
@Tam
Es gibt auch wesentlich sinnvollere Inhalte als deine -.-

Prima wie du auf meine Frage antwortest.
So viel Kompetenz hätte ich jetzt gar nicht erwartet.


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Arkam am März 02, 2009, 22:44:36
Hallo Silent,

unter http://www.pen-paper.at/community/index/topic,1122.0.html habe ich Mal einen Thread zur Welt des Meisters aufgemacht.

Zurück zum Thema. Ich muß ja zugeben das Buch hat auch seine starken Seiten aber mir fehlen die durchgehenden Spannungsbögen. Herade die Geschichte über Rohal wird immer wieder gebrochen.

Gruß Jochen


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Ninchen am März 03, 2009, 00:29:24
Oh, hm interessantes Thema!

Also erst mal, um die Fronten klarzustellen: Wenn mich jemand fragt was mein Lieblingsbuch ist, antworte ich sofort "Der Herr der Ringe" und würde mich auch als ziemlichen Fan bezeichen (war immerhin mal jahrelang in nem HdR Forum aktiv, hab und schreibe immer noch ab und an HdR bezogene Fanfiction und renne jetzt trotz abgeflautem Hype dieses Jahr wieder auf die RingCon nach Bonn.

Das ironische ist: Obwohl ich den HdR als mein Lieblingsbuch bezeichne, würde ich jederzeit bestätigen dass es Storys gibt die
a) besser geschrieben sind (die endlosen Landschaftsbeschreibungen können echt ein Graus sein)
b) einen interessanteren, komplexeren Storyplot haben (klar, der ist nicht schlecht, aber letztendlich doch nur das Battle Good vs. Evil)
c) von vielschichtigeren Charakteren gar nicht zu reden (manchen Chars konnte der FIlm (!) mehr Leben einhauchen)

Warum also ist dieses Buch TROTZ ALLEM das, was ich als mein Lieblingsbuch bezeichne?

Der Grund ist eben, dass es nicht das Buch an sich ist. Es ist die Welt, die dahintersteht, dieses monumentale, faszinierende und schillernde Mittelerde mit einer ins Detail ausformulierten Geschichte die bis zu den ersten Schöpfungstagen zurückgeht, deren Sprachen man sogar lernen kann, wenn man Lust hat, so detailliert hat Tolkien sie beschrieben, in denen ganze Genealogien von Herrschern beschrieben sind, die auf das eigentliche Buch an und für sich null Einfluss haben. Tolkien hat kein Buch geschrieben und ein bisschen Hintergrundwelt erfunden. Tolkien hat eine Welt erschaffen und irgendwann nebenher einen Roman geschrieben, der in ihr spielt (bzw. zwei, wenn man den Hobbit mitzählt).
Diese Welt übt ihren faszinierenden Reiz auf mich aus, weil sie mich damals einfach angezogen hat, weil sie gerade dazu einläst, sich eine Weile in ihr niederzulassen und sich irgendwo fantasiemäßig und kreativ auszutoben, auf welche Weise auch immer. Die Tatsache, dass es sogar ein Rollenspiel gibt, das in Tolkiens Welt spielt (MERS) und die hunderttausende von Fanfictions, Fanarts und Intime Rollenspiele beweisen das meiner Meinung nach nur.
Ich zum Beispiel finde manche eher angedeuteten oder in Kurzfassung erzählten Geschichten aus dem Silmarillion oder den Nachrichten aus Mittelerde von der Storyline sogar spannender als der Herr der Ringe. Die Saga von Beren und Lúthien zum Beispiel ist ähnlich spannend und dramatisch und darüber hinaus noch Romantik pur. Eine tragischere geschichte als die von dem von Unglück verfolgtem Helden Túrin Turambar ist auch schwer vorstellbar. Und wer die Akallabêth und "Von den Ringen der Macht" aus dem Silmarillion gelesen hat, der staunt, wieviel geschickte Intrige, Verrat, politisches Ränkespiel und sogar religiöser Fanatismus in der direkten Vorgeschichte des HdR stattfanden, was einem im Film lediglich erklärt wird als:  "Es begann mit dem Schmieden der großen Ringe. Drei wurden den Elben gegeben, sieben den Zwergen und neun den Menschen, aber sie wurden betrogen als Sauron sich auch einen schmiedete und draum gabs dann das letzte Bündnis".

Aber ich schweife grad ab zu meinem Lieblingschap von Mittelerdes Geschichte, also zurück zum HdR: Der ist nämlich im Silmarillion in etwa einen Fußnote und seine Handlung wird im wesentlichen in einem Satz beschrieben. Wenn man das Buch also im Rahmen von allem anderen sieht, schrumpft diese an sich schon monumentale Handlung beinahe auf das letzte Gekloppe zweier relativ geschwächter Parteien, die ind er Vergangenheit wesentlich glorreicher waren, bevor die Bösen fürs erste endgültig abdenken. Und in diesem Rahmen betrachtet steht man nur und staunt vor der Größe dieses Gesamtwerks....

Ich zumindest tue es immer noch.



Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Arkam am März 03, 2009, 08:29:49
Hallo Ninchen,

so wie du das Phänomen Herr der Ringe beschreibst kann ich die Begeisterung nachvollziehen.
Für den "einfachen" Leser greifen die von dir genannten Kritikpunkte.
Für den Fan erschließt sich das Gesamtbild und das ist faszinierend.

Gruß Jochen


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Silent am März 03, 2009, 09:07:14
Prima wie du auf meine Frage antwortest.
So viel Kompetenz hätte ich jetzt gar nicht erwartet.

Ein-Post-Comments sind in der Tat (ausser vielleicht im Smalltalk) nicht erwünscht. Auch wenn Alu das patzig ausgedrückt hat, meinte er damit genau das. Insofern unterlass diese bitte und sei so gut und hack nicht auf andere User ein. Solche Sprüche kann ich absolut nicht ab.

Danke
Silent


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Marrok am März 03, 2009, 11:44:16
Geschmäcke sind verschieden :) wäre ja sonst langweilig

Aber für mich ist Herr der Ringe so wie Star Trek.. irgendwie geleckt und ohne Persönlichkeit .. so und nun hab ich die nächsten Feinde *gg*


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Shilindra am März 03, 2009, 11:51:17
Geschmäcke sind verschieden :) wäre ja sonst langweilig
Aber für mich ist Herr der Ringe so wie Star Trek.. irgendwie geleckt und ohne Persönlichkeit .. so und nun hab ich die nächsten Feinde *gg*

Ja das Stimmt. *Marrok zur Strafe mit rosa Plüsch behängt*
So genung gespammt.

Du ahst mich auf eine Idee gebracht  ;D


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: medusas child am März 03, 2009, 13:53:09
Kennt Ihr eigentlich noch die Zeichentrick-Version vom Herrn der Ringe?


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Marrok am März 03, 2009, 14:02:36
Meinst du den Film wo zum Teil einfach Schauspieler "übermalt" wurden.. zb für die Orks damit das ganze billiger ist? *gg*

btw was ich an Herr der Ringe noch nicht mag

Die Rassen der "Helden".. Hobbits, Menschen, Elfen, Zwerge.. okay Zwerge haben Style, Menschen ja nach "Klasse" auch.. aber Hobbits und Elfen? Die Christopher Street Parade in der Fantasiewelt? Ne danke  ::)


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: medusas child am März 03, 2009, 14:11:09
Ja, genau den Film meine ich.


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Marrok am März 03, 2009, 15:00:32
aber als Kind war das echt noch "cool"


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: medusas child am März 03, 2009, 15:23:19
So seh ich das auch... als ich klein war, fand ich das total spannend!
Ich kenne aber nur den ersten Teil.


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Marrok am März 03, 2009, 15:25:42
da gab es meines Wissens auch nur einen Teil der aber bis in das 2te Buch reinführte


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Tam am März 03, 2009, 15:34:12
Wer war denn nun der geheime Held im Herrn der Ringe?

Also entweder Sam oder Gollum. Ich tendiere zu letzterem.


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: medusas child am März 03, 2009, 15:41:52
Ich dachte auch, dass es nur einen Teil gibt, bis Wuschel mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass es scheinbar doch noch eine Fortführung gab. Die hab ich aber wie gesagt nicht gesehen.


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Marrok am März 03, 2009, 15:45:55
eventuell wurde die nie im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt

und der wahre Held von Herr der Ringe.. zumindest vom Film ist der Abspann im 3ten Teil!


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Tam am März 03, 2009, 15:50:01
Der Held ist der Abspann?


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Alukard am März 03, 2009, 15:56:20
Die Zeichentrickversion habe ich vor 1,5 Jahren mal im TV durch zufall gesehen. Es war eigentlich sehr gut gemacht. Ich meine, dass es aus dem Jahre 1972 stammt oder 1971. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher.

Was den wahren Helden angeht, so ist es Samweis.

@Marrok
Du meinst doch Elben und nicht Elfen oder ;)


Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Shilindra am März 03, 2009, 19:28:15
Das ist ganz leicht: Jeder sieht es anders. Tolkien kann man nicht mehr fragen. Der wird erschreckend schweigsam sein. ;D

Keine Frage Tolkien hat mit HDR und Silmarillion großartige Welten erschaffen. Aber der Mann wollte keine geschichte erzählen, er wollte einen Mythos, einen Kult nur durch die Kraft der Worte erschaffen und das ist ihm gelungen.

Edit:
Da die Elfen Diskussion nicht hierhion gehört werde ich sie abtrennen. Es geht nur um HDR und nicht um die FRage was Elfen sind. Ausserdem denke ich das die Diskussion ein eigenes Thema gut füllen kann. Gerade wenn ich mir die Post von Silent, Arkam und Ninchen ansehe.





Titel: Re: Tolkien: Herr der Ringe
Beitrag von: Ninchen am März 04, 2009, 19:47:24
Jetzt hat ein Teil meines letzten Posts leider nix mehr zus suchen im anderen Thread, ich kopiere ihn also nochmal:

Aber a propos Theologie: Da hat Tolkien ja imho ein sehr spannendes Konzept aufgebaut, indem er Poly- und Monotheismus gemischt hat und auch sonst eine echt witzige Mischung aus Christentum und mythologischen Vorstellungen gebastelt hat. Oder was denkt ihr dazu?

(Für alle die das SIlmarillion nicht gelesen haben: Der Erschaffer der Welt ist Eru, sozusagen eine Art christlicher Über-Schöpfer-Gott. Ihm unterstehen die so genannten Ainur, die sich wiederum in Valar und Maiar aufteilen. Valar sind Götter, die im Westen, dem Segensreich Valinor leben und von der Konzeption eher an die griechischen oder römischen Gottheiten erinnern. Maiar sind eine Art Halbgötter oder eventuell auch vergleichbar mit Engeln/Dämonen welche den Valar dienen aber auch teilweise kräftig selbst in der Geschichte mitmischen... selbst im HdR rennt eine beträchtliche Menge von denen herum, auch wenn sie nie als solche bezeichnet werden -> Bsp. Gandalf, Saruman, Sauron, Tom Bombadil, der Balrog.... Und dann gibts natürlich noch den Luzifer in Tolkiens Welt, den gefallenen Vala Morgoth, den Schwarzen Feind der Welt, der versucht alles kaputtzumachen und zu zerstören, was die Guten aufgebaut haben...)