Titel: Schummeln Beitrag von: Ninchen am Mai 07, 2008, 17:58:23 Mal aus Neugier: wie haltet ihr es als Spielleiter eigentlich mit dem heiklen Thema Schummeln, zugunsten oder zu Ungunsten der Spieler?
Das Ganze ist ja immer eine Sache der Balance, finde ich zumindest. Schummelt man nicht, sondern würfelt brav jedes Mal und hält sich 1a an das Ergebnis kann man sich teilweise selbst den schönsten Plot verpatzen. Beispiele: 1) Den Helden soll eine bestimmte Begebenheit von der sie Zeuge wurden, aus dem Gedächtnis gelöscht werden... der Wurf schlägt dir aber fehl, womit 80% deines tollen Plots, der darauf basiert dass die Helden nach ihren verlorenen Erinnerungen fahnden, zum Teufel wären. 2) Der beeindruckende Auftritt von XY, den du mit einer Fähigkeit von ihm untermalen wolltest um die Stimmung zu intensivieren... (zB. bei Vampire: Majestät oder Alptraum..). Wurf schlägt fehl, Person nur noch halb so beeindruckend. 3) Die Helden haben eine kurze Begegnung mit den fiesen Oberschurken, der sagt cool ein paar hintergründige Bemerkungen und soll dann entwischen... leider hat einer deiner Helden den Megazauber/disziplin/waffe mit der er mit einem außergewöhnlichen Erfolg den Kerl einfach umknocken kann... Wurf gelingt, dein Plot droht im Eimer zu sein wenn dir jetzt dieser alles entscheidende Rettungswurf/Willenskraftwurf etc. nicht gelingt.... 4) Kampf, du würfelst hinter deinem Schirm und stellst fest, dass dieser Treffer des Gegners den Char endgültig ins Jenseits befördern wird.... Ich oute mich mal und sage, das sind so die klassischen vier Fälle in denen ich gnadenlos hinterm Schirm mogeln würde.... Beispiel 1) Wenn mein ganzer Plot daran hängt, dann würde ich mich des Risikos nicht stellen, dass ein Würfelwurf ihn kaputtmacht. Um ehrlich zu sein, würde ich beim o.g. Beispiel nicht mal würfeln. Immerhin bin ich in erster Linie der Storyteller und meine Aufgabe ist es vor allem, einen spannenden Plot zu liefern. Ich würd mir nicht stundenlanges Planen durch einen schlechten Wurf kaputtmachen lassen. Beispiel 2) Dasselbe Argument: Es schadet den Chars nicht, wenn ich die Stimmung des Spiels erhöhe und die Vampirfürstin im dunklen, unirdischen Glanz und einem Funkeln in den Augen dastehen lasse als dass sie einfach nur in der Gegend rumsteht und nicht wirklich beeindruckend aussieht weil meine Würfel falsch gerollt sind ;) Würd evtl. auch gar nicht würfeln. Beispiel 3) Naja, hier würde ich vermutlich irgendeinen Effekt bringen, so dass der Oberschurke vielleicht nur um Haaresbreite entkommt, noch nen defitgen Kratzer mitnimmt oder ihm die Helden nen ganz schönen Schrecken einjagen.... aber auch hier würde ich mir nicht den kompletten Plot zerstören lassen. Beispiel 4) Bei sowas mogle ich eigentlich immer. Es sei denn der Charakter ist der Meinung er müsse sich noch im halbverbluteten Zustand den drei Schlägern mit den Pumpguns stellen, obwohl er flüchten könnte. Die andere Seite der Waagschale ist natürlich, wenn deine Spieler merken, dass du mogelst... das kann sehr schnell zu Frust führen und dem Gefühl, keine Kontrolle mehr über den Char zu haben. Das oben genannte hört sich jetzt so an als würde ich meistens zu Ungunsten meiner Spieler mogeln... hab das aber auch schon in ähnlichen Situationen zu ihren Gunsten getan (also die "allerletzte" Chance eingebaut wenn die letzte verpatzt wurde etc. *g*). Wie haltet ihr es damit? Titel: Re: Schummeln Beitrag von: medusas child am Mai 07, 2008, 18:17:14 :pro Ich bin eine SL, die schummelt – und alle wissen es. ;D
Die Frage ist halt, was gewinnt man, wenn man immer brav und ehrlich alle Ergebnisse richtig zählt? Wird dadurch das Spiel etwa besser? Ich mag behaupten: Nein, tut es nicht. Aber meistens muss ich gar nicht schummeln, denn wenn es um Situationen geht, die auf keinen Fall anders ablaufen sollen, als geplant (wenn kein Spieler eingreift), dann muss doch gar nicht gewürfelt werden – wäre doch Blödsinn. Meine Auswertung der Beispielsituationen: 1) Wird nicht gewürfelt. 2) Wird nicht gewürfelt. 3) Persönliches Pech. Wenn ich nicht dran gedacht habe, obwohl ich alle Fähigkeiten der Spieler kenne, dann ist das meine eigene Schuld und ich muss den Spielern ihren Triumph gönnen. Sprich, sie bekommen den Oberschurken in die Finger. Und ja, ich habe mir mit so Sachen auch schon den Plot kaputtmachen lassen. 4) Und hier wird geschummelt oder wenn die Spieler die Würfel gesehen haben, ein plausibler Beweggrund gefunden, den Wurf zu wiederholen (Modifikatoren vergessen, der Angriff konnte aus der Position nicht ausgeführt werden, verrechnet bei der Initiative... da geht viel). Beispiel 5) Der Spieler begibt sich trotz aller Warnungen in eine äußerst gefährliche Situation, die zu meistern nur ihm persönlich von Nutzen ist (er will den magischen Gegenstand, den Schatz, noch ein paar Punkte mehr auf dem Blatt oder was auch immer in dieser Art). 5) Hier hat der Spieler das Prinzip nicht verstanden, denn wenn er hier auf meine Gnade hofft, dann tut es mir leid: Ich bin nicht die Heilsarmee und nicht die Caritas! Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Vomo am Mai 07, 2008, 21:05:41 Ich kenne diese Situationen auch sehr gut und muss gestehen, dass ich kein ausgesprochener Würfel-Jünger bin.
Ich liebe das Erzählspiel, Würfel kommen bei mir höchst selten zum Einsatz. Und so umgehe ich generell die Situationen 1-3, denn bei mir wird die Geschichte erzählt und nicht erwürfelt. Die Spieler dürfen gerne ihre Würfe machen, wenn sie denken, dass es angebracht ist. Ihre Erfolge und Misserfolge fließen postwendend in die Geschichte ein, ohne jedoch den Haupt-Plot zu "beschädigen". Selbst bei Kämpfen (Situation 4) beschränke ich das Würfeln auf ein Minimum und selbstverständlich "modifiziere" ich meine Ergebnisse, dass es selbst den nervigsten Windling nicht alle 2 Kampfrunden aus den Flügeln haut (Nein, da ist wirklich nichts Persönliches mit eingeflossen !-). Mir geht es darum, dass die Spieler ihren Spass haben, ab und zu ihre Grenzen aufgezeigt bekommen und mehr der Geschichte folgen als irgendwelchen statistischen Wahrscheinlichkeiten. "Wer sich in Gefahr begibt, der kommt darin um." heisst es doch so schön. (Mist, dass kann ich jetzt nicht mehr für mein Sprichwörter-Spiel nehmen !-) Wenn also ein Spieler seinen gesunden Menschenverstand an der Garderobe abgegeben hat, und das auch nicht zur Rolle gehört, dann lernt er in der 5. Situation seine Lektion auf die harte Tour. Dabei gibt es dann aber immer noch Abstufungen und das Ende (des Charakters) ist wirklich erst das Ende (aller Möglichkeiten). Manche Systeme geben selbst da ja noch sehr viel Spielraum: Verfluchen, Verkrüppeln, Verhexen .... Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Shilindra am Mai 08, 2008, 10:25:37 Also ich halte das wie Medusa. Warum soll ich als Würfel, wenn mein NPC sie beeindrucken soll? Da schenke ich mir den Wurf und beschreibe das lieber.
Wissen meine Spieler aber auch. Wenn es direkt gegen sie geht, wie mittels Beherrschung oder Auspex, erlaube ich ihnen klar sich dagegen zu Wehren. Denn wenn sie diese Möglichkeit nicht hätten würde es zu sehr nach Willkür aussehen. Das einzige wenn ich würfel ist bei Kämpfen, damit da Dynaimk drin ist, korrgiere aber Schadesnwürfe hin und wieder mal nach unten... Zur von Medusa beschreiben Situation kann ich nur eines sagen: Aua, Dummheit muss man da echt bestrafen. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: medusas child am Mai 08, 2008, 10:40:46 Zitat Wissen meine Spieler aber auch. Wenn es direkt gegen sie geht, wie mittels Beherrschung oder Auspex, erlaube ich ihnen klar sich dagegen zu Wehren. Denn wenn sie diese Möglichkeit nicht hätten würde es zu sehr nach Willkür aussehen. Das klingt nicht nur nach Willkür – das IST Willkür! Also, wir hatten es ja darüber, dass grundsätzlich viele Elemente eines Plots im Voraus festgelegt sind und dass zuviel Würfeln nicht gut ist, aber weder der Plot noch die Würfelunlust dürfen über der Fairness stehen. Und wenn es um Aktionen gegen die Spielercharaktere geht, in denen sie keine Möglichkeit sich zu wehren/schützen bekommen, dann kann man auf jeden Fall davon sprechen, dass es unfair ist. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Aphiel am Mai 08, 2008, 10:54:22 Ich sehe es wie die meisten von euch, dass der Effekt bzw. die Story wichtiger ist ls ein individueller Wurf
1) keine Würfel, das wird erzählt. 2) auch da keine Würfel. Eventuell (falls angebracht) geh ich dabei auf Eigenschaften der Spieler ein (soziale Resistenzen beispielsweise), und sage, dass der ein oder andere WENIGER beeindruckt oder gelähmt ist, aber der Effekt kommt bei allen an, ohne Frage. 3) ja, klassischer Fall für die "Hand Gottes", die Spieler haben den Bösewicht zwar böse erwischt (Wortspiel nicht beachsichtigt), aber seine treuen Handlanger, die plötzlich die Szene stürmen und ihn da rausboxen sind so zahlreich, dass er irgendwie DOCH entkommt - und nun auch noch einen persönlichen Groll gegen die SC hat. Da freuen sich dann beide Seiten auf ein Wiedersehen ;) 4) 100% Medusas Antwort! Manchmal würfelt man einfach so gut, dass es schon unheimlich ist. Ich hab mal in einem Spiel nur kritische Treffer ausgeteilt - dummerweise war mein Charakter da gerade besessen und griff seine Gefährten an :( Hinter dem Schirm lässt sich sowas immer besser machen. 5) Ich zitiere einen guten Freund und langjährigen Spielleiter, den "Gelben" der sagte dann immer: "Gier frisst Hirn!" Es ist simpel, aber treffend und der Spruch wird mir auch ewig im Gedächtnis bleiben. Ganz klar, wer seinen Kopf abschaltet, muss sich über Konsequenzen nicht wundern. Ansonsten stimme ich mit euch allen überein, die Story steht über dem Würfel. Der Würfel soll ja nur ein Zufallselement repräsentieren, aber der SL ist das wahre Schicksal, und das ist manchmal eben unumgänglich. Ich hab mir übrigens angewöhnt nach jeder Runde meine Spieler zu fragen, wie sie den Plot und den Spielverlauf fanden und ob sie mit irgendwas Probleme hatten. Es ist gut, solche Kritik zu erhalten, so lange der Eindruck noch frisch ist. Aber die Kritik war eigentlich immer positiv, beschwert hat sich bislang keiner. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Shilindra am Mai 08, 2008, 11:02:45 Gerade so Sachen, wie Erinnerungen aus dem GEdächtnis löschen, richten sich klar gegen Spieler. Da müssen sie eine Chance haben. Auch wennd er Plot dann angepasst werden muss....
Da gebe ich Medusa Recht. --- Ein Feedback ist immer wichtig und vor allem gut, da kann man nochmal unklarheiten beim Plot beseitigen, nachfragen, wie dieses oder jenes rüberkam. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: medusas child am Mai 08, 2008, 11:32:46 Also, dass sich mal so viele Leute versammeln, die gutes Rollenspiel einer Würfelorgie vorziehen, hätte ich bis vor wenigen Jahren für absolut unmöglich gehalten! :dh
Aber jetzt mal die Frage umgedreht: Schummelt ihr als Spieler? Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Vomo am Mai 08, 2008, 11:35:48 Ein klares Nein, was das Rollenspiel und das dazugehörende Ermitteln von Zufallsergebnissen anbelangt.
Bei Brettspielen kann das auch schon mal anders aussehen. (schön, dass man hier nicht meine roten Wangen sieht.) Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Shilindra am Mai 08, 2008, 11:51:25 Ein ganz klares NEIN!
Die Würfel fallen so wie die Würfelgötter es wollen. Da ich eine kleine Matheschwäche habe, rechne ich meist immer laut vor, was beim Schaden oder bei Talenetproben (DSA) rumgekommen ist. So gebe ich die Möglichkeit, das es mitkontrolliert werden kann und man mich auf Fehler hinweist. Wenn eine Probe scheinbar geglückt ist, und ich nachrechne und feststelle, das passt doch nciht, dann sage ich das auch. Was gar nicht geht ist wenn andere Schummeln: Der Spieler nahm drei Würfel in die Hand, würfelt und sagte dann: der Rote zählt. War auch der mit dem besten Ergebnis.... Der durfte dann gehen. Würfelorgien machen keinen Spass. Jeder hat bestimmt schone eine SL erlebt die Kämofe zwischen hren NPCS auswürfelt... das ist einfach öde. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Nile am Mai 09, 2008, 08:55:16 NEIN!!! auf keinen Fall, den es mach viel zu viel Spaß aus einem Patzer wieder raus zu kommen, und wenn mir der Wurf jetzt nicht gelingt, dann ein anderes Mal.
wir hatten bei uns mal einen Spieler der übelst geschummelt hat, beim Würfeln, damit hat er auch mehr als eine Gruppe kaputt gemacht, und SSOOO auffällig, wie er das gemacht, war schon nicht mehr schön! er nahm die Würfel in die Hand, ließ sie los, die Würfel lagen noch nicht mal eine Sekunde still, er nahm sie auf und sagte das ergebnis, oder eine Sekunde zu verlieren. mir kann er nicht sagen, dass er in einer Sekunde 4 Würfel gesehen hat und innerhalb von zwei sekunden alle zusammen zählt, plus sein Talent (ED)! ich mach das Ähnlich wie Shil, meistens rechne ich auch laut, und mein Kollege, der eigentlich immer neben mir sitzt, rechnet mit, weil ich gerne mal was vergesse, oder nicht richtig zusammen zähle. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: medusas child am Mai 10, 2008, 15:55:42 Okay, dann oute ich mich hier als Erste, die schon geschummelt hat. Und das auch noch zweimal.
Das erste Mal war bei einem Spielleiter, der eigentlich viel zu wenig Erfahrung mit dem RPG hatte, als dass er schon bereit gewesen wäre zu leiten. Er hat meinen Char von einem NSC beherrschen lassen, und mich dann gezwungen auf meinen Mitspieler loszugehen. Allerdings schien seine Einschätzung von meinem Char (der damals bereits eine Kampfsau war) nicht wirklich gut zu sein. Auf jeden Fall hätte ich den eher sozial kompetenten Char meines Mitspielers mit einem Schlag instant gekillt. Das wollte ich nicht... und da habe ich halt ein paar Würfel zu wenig in die Hand genommen. Aber es waren auch nicht so wenig Würfel, dass ich ihn nicht hätte töten können. War trotzdem noch fies und hat ihn übelst zu Boden gestreckt. Das andere mal war nach der Aktion, die ich bereits im Player-Killing-Thread (http://www.pen-paper.at/community/index/topic,484.15.html) beschrieben habe. Wir waren zu diesem Zeitpunkt nur noch Fußabtreter für die Wut und Probleme des Spielleiters. Es ging nur noch darum, dass er einen absurden High-End-Gegner nach dem nächsten auffuhr und wir ihn klein kloppen mussten. Selbst das, was man unter Hack'n'Slay versteht, wäre besser gewesen. Ich hatte gar keine Lust mehr, richtig zu würfeln... egal, wie gut ich gewürfelt hätte, mein Char wäre Mus gewesen. So kam die nette Szene nach dem Spiel zustande: Ich zu anderem Spieler: "Meinst du net, dass es ein bissi dreist war, 12 Schwer mit 3 Würfeln zu soaken?" Spieler zu mir: "Aber du! Hättest ja wenigstens mal auf die Würfel gucken können, bevor du den Soak ansagst!" [Beide zucken mit den Schultern und wenden sich wieder dem Nintendo zu.] Eigentlich habe ich nur noch auf das Okay der anderen Spieler gewartet, den SL absetzen zu dürfen und ein paar Spieltermine später, nachdem noch zwei andere Chars totdefiniert wurden, durfte ich endlich. Ehrlich? Mir war's so sch***ßegal in dem Moment... Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Shilindra am Mai 14, 2008, 20:45:33 Also das sind für mich mildernde Umstände.
Mit Schummeln verbinde ich eine bösartige Gesinnung, zu bescheißen... Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Nile am Mai 15, 2008, 08:00:39 das ist für mich aber auch kein schummeln, dass ist die Situation retten, wenn die SL Willkür durchkommt.
ich meine wirklich schummeln ist, wenn man dann auf seine Würfe aufwertet, wenn man im Kampf unbedingt treffen will, weil man es nicht ertragen könnte mit DIESEM CHAR, OH DIESER GÖTTLICHE CHAR nicht trifft. *mit dem fuss auf dem boden streicht* peinlich berüht ist* sowas hatte ich auch schon wie du Medusas, ich war Barbar in D&D und wenn ich noch zwei schaden bekommen hätte, dann wäre ich tot, also konnte ich die Raserei nicht abbrechen... da hat er SL ENTSCHIEDEN (nicht gewürfelt, einfach gesagt) welchen ich angreife. leider war es der Magier, der keine Sprüche mehr hatte... wenn ich den gehauen hätte, dann wäre der auch instant tot. also hab ich gewürfelt, drauf geschaut, und im so einen niedrigen wurf angesagt, dass ich mit sämtlichen + nicht über die RK kam. der spieler neben mit schaut auf die würfel, natürliche 20... "Bist halt ein netter Mensch" meinte er nur. Am nächsten Spielabend hab wir den dann auch abgesetzt... einfach zuviel Willkür, ohne Chancen für uns. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Uh-Buhn am Mai 15, 2008, 11:22:02 Gerade so Sachen, wie Erinnerungen aus dem GEdächtnis löschen, richten sich klar gegen Spieler. Da müssen sie eine Chance haben. Auch wennd er Plot dann angepasst werden muss.... Da gebe ich Medusa Recht. --- Ein Feedback ist immer wichtig und vor allem gut, da kann man nochmal unklarheiten beim Plot beseitigen, nachfragen, wie dieses oder jenes rüberkam. Mhhh, also in dieser speziellen Situation muß ich mir als SL doch im Vorfeld überlegen wie ich das Mache. Wenn das löschen der Gedanken ein/der entscheidener Teil der Storry ist, dann klappt das auch. Denn wenn es nicht klappt, kann man die Storry vergessen und besser "Mensch ärgere Dich nicht" spielen. Ich muß mir als SL halt überlegen ob ich überhaupt solche "Beeinflussungen" der Charaktere im Spiel haben möchte oder nicht. Ich versuche selber immer Situationen zu vermeiden, in denen die "Charaktere" gezwungen sind in eine bestimmte Richtung zu handeln und würde auch keine Storry leiten die auf einer solchen Situation aufbaut. Klassisches Beispiel: Zur falschen Zeit am falschen Ort Gruppe trifft an einem Ort ein, an dem gerade ein "Verbrechen" begangen wurde und in dem Momment in dem einer der Spieler die Tatwaffe/Beute/Beweisstück/ usw... in der Hand hält trifft der/die Ordnungshüter ein um die "Täter" gefangen zu nehmen. In vielen Abenteuern bin ich schon häufig über eine solche oder ähnliche Situation gestolpert um die Gruppe zusammen zu führen oder eine Storry ans laufen zu bekommen und ein solches Abenteuer würde ich nicht leiten. Grüße das Uh Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Shilindra am Mai 15, 2008, 11:32:41 Also wenn es Aktion sind die sich klar gegen SCs richten, darf ich als SL das nicht entscheiden ob es funktioniert oder nicht. Denn das sieht dann ganz schnell nach Willkür aus. Man sich dann als Spieler ganz schnell einer Situation ausgelifert und ist dann frustriert, weil man nichts machen kann.
Da stehe ich doch als SL in der Pflicht zu sagen: Hier ist eure Chance versucht sie zu nutzen, so gut es geht. Dann muss den Spieler ein Wurf erlaubt sein. Wenn diese Sache teil meines Plotes ist, habe ich immer noch was in der Hinterhand. Was den Spieler klar sein kann, aber nicht muss. Manchmal müssen SCs in eine bestimmte Richtung, während eines Plots gehen. Ob sie das machen liegt auch bei den Spielern. Ich werfe ihnen ledglich ein Stöckchen vor. Wenn sie es aufnehmen, ziehe ich das nicht wieder weg. Die von dir geschilderte Situation ist was anderes: Es Zur falschen Ziet am falschen Ort. Da wurde ncihts gegen einen SC unternommen. Ein Wurf ob die Polizei auftaucht oder nicht, war da ja nciht von Nöten, weil es bereits Bestandteil des Plotes ist. Das einzige wo ich nich würfel sind alle Dinge die ich beschreiben kann. Da habe ich keinen Bock auf Würfelorgie. Aus ganz vielen Situation kommt man halt auch durch Rollenspiel raus. So das Würfeln bzw. schummeln etc. nicht notwendig ist. Was wir aber auch heir schon sagten ist: Als SL korrgieren wir halt Schadenswürfe fast regemässig nach unten. Komkurrierende Talentproben MÜSSEN die Spieler auch immer würfeln dürfen. Denn als SL kann man auch mal bodgen. Mag zwar nicht immer toll für den Plot sein, aber mal ganz ehrlich: Ist dein Plot von den Würfelerfolgen der NPCs abhängig? Meine nicht. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: medusas child am Mai 15, 2008, 12:17:33 Gerade so Sachen, wie Erinnerungen aus dem GEdächtnis löschen, richten sich klar gegen Spieler. Da müssen sie eine Chance haben. Auch wennd er Plot dann angepasst werden muss.... Da gebe ich Medusa Recht. --- Ein Feedback ist immer wichtig und vor allem gut, da kann man nochmal unklarheiten beim Plot beseitigen, nachfragen, wie dieses oder jenes rüberkam. Mhhh, also in dieser speziellen Situation muß ich mir als SL doch im Vorfeld überlegen wie ich das Mache. Wenn das löschen der Gedanken ein/der entscheidener Teil der Storry ist, dann klappt das auch. Denn wenn es nicht klappt, kann man die Storry vergessen und besser "Mensch ärgere Dich nicht" spielen. So gesehen hast du natürlich ganz klar recht. Wenn so eine Situation durch Würfelpech misslingt und man nicht darauf vorbereitet ist, ist Mensch-ärger-Dich-nicht eine gute Ausweichmöglichkeit für den vrepatzten Abend. Aber wenn ich leite gehe ich ja auch nicht erst, wenn mein Plot läuft an die Planung, sondern meistens ein paar Tage zuvor. Und ich überlege mir eigentlich nie Den Einen Weg (tm), sondern ich habe mehere Möglichkeiten parat, wie das ganze geplant über die Bühne gehen kann. (Was nicht heißt, dass ich stur nur meine vorher ausgeklügelten Wege durcchgehen lasse – aber das ist ein anderes Thema.) Somit kann bei mir so ein Wurf auch fehlschlagen, und es hat keine Auswirkungen in der Hinsicht, dass der Plot dann im Eimer sei. Ich muß mir als SL halt überlegen ob ich überhaupt solche "Beeinflussungen" der Charaktere im Spiel haben möchte oder nicht. Ich versuche selber immer Situationen zu vermeiden, in denen die "Charaktere" gezwungen sind in eine bestimmte Richtung zu handeln und würde auch keine Storry leiten die auf einer solchen Situation aufbaut. Ja, das Beispiel, der Gedächtnisbeeinflussung war vielleicht nicht so günstig gewählt. Das versuche ich auch zu vermeiden, denn es hat für mich auch wenig Nährwert, wenn die Charaktere das Erlebte wieder vergessen. Zitat Gruppe trifft an einem Ort ein, an dem gerade ein "Verbrechen" begangen wurde und in dem Momment in dem einer der Spieler die Tatwaffe/Beute/Beweisstück/ usw... in der Hand hält trifft der/die Ordnungshüter ein um die "Täter" gefangen zu nehmen. Aber zumindest mit so Situationen wie "Ihr seid zufällig alle in der gleichen Stadt gelandet" müssen die Spieler bei mir schon rechnen. Da es für meine Art zu leiten nicht so sinnvoll ist, wenn ich auf drei verschiedenen Kontinenten gleichzeitig spiele. Dann könnte ich ja auch Einzelsessions proben. Bin ich aber nicht der Fan von. Also wenn es Aktion sind die sich klar gegen SCs richten, darf ich als SL das nicht entscheiden ob es funktioniert oder nicht. Denn das sieht dann ganz schnell nach Willkür aus. Man sich dann als Spieler ganz schnell einer Situation ausgelifert und ist dann frustriert, weil man nichts machen kann. Da stehe ich doch als SL in der Pflicht zu sagen: Hier ist eure Chance versucht sie zu nutzen, so gut es geht. Dann muss den Spieler ein Wurf erlaubt sein. Wenn diese Sache teil meines Plotes ist, habe ich immer noch was in der Hinterhand. Was den Spieler klar sein kann, aber nicht muss. Manchmal müssen SCs in eine bestimmte Richtung, während eines Plots gehen. Ob sie das machen liegt auch bei den Spielern. Ich werfe ihnen ledglich ein Stöckchen vor. Wenn sie es aufnehmen, ziehe ich das nicht wieder weg. Jetzt könnte man natürlich wieder die alte Gretchenfrage stellen: Ab wann beginnt das "Railroading"? Aber wenn ich den Spielern – wenn es auch aus gutem Willen ist – nicht genug Handlungsspielraum gebe, dann ist das nicht der Sinn des Rollenspiels und erinnert wohl eher an Malen nach Zahlen. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Shilindra am Mai 15, 2008, 12:20:33 Jetzt könnte man natürlich wieder die alte Gretchenfrage stellen: Ab wann beginnt das "Railroading"? Was sicher zu keinem fruchtbarem Ergebnis führen würde, weil das eh jeder anders sieht Titel: Re: Schummeln Beitrag von: medusas child am Mai 15, 2008, 12:22:35 Gäbe es schon eine allgemeingültige Antwort, dann würde das Thema sicherlich nicht an so vielen Baustellen Diskussionsstoff bieten. ;)
Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Arkam am Mai 16, 2008, 22:35:27 Hallo zusammen,
also ich schummle weder als Spielleiter noch als Spieler. Würde in beiden Runden in denen ich mitspiele auch schwer fallen da offen gewürfelt wird und die Charakterdatenblätter auch kein Staatsgeheimniss sind. Wenn etwas aber nur schmückendes Beiwerk ist, also etwa der durch Magie besonders beindruckende Auftritt des NPCs, könnte ich mir noch vorstellen garnicht zu würfeln. Oder aber die Sache idiotensicher zu machen. Da bieten sich dann Artefakte oder ähnliches an. Selbstgeschriebene Abenteuer kann man ja problemlos nach diesem Anspruch gestalten. Fertige Abenteuer sind da schon kitzliger. Meine beiden Lieblingsbeispiele stammen aus DSA Abenteuern und zwar handelt es sich um die Vorstellunsgabenteuer für die Hexe und den Schelm. Beide Abenteuer hat unsere Runde erst gespielt als die Charakterklassen schon einfgeführt waren. Neben ihrer Magie hat die Hexe bei DSA noch einen fliegenden Gegenstand, klassisch etwa der Hexenbesen. Der Schelm bei DSA beherscht eine Magie die eher auf Streiche und nerven von Personen als auf ernsthafte Aktionen ausgelegt ist. Im Vorstellungsabenteuer für die Hexe war die Gegnerin eine böse Hexe und ihr Fluchtweg sollte natürlich ihr Hexenbesen sein. Im Vorstellungsabenteuer für den Schelmen sollte ein NPC Schelm uns in ein Spuckhaus begleiten. Natürlich war er für den Spuck verantwortlich. Er wollte das Haus bekommen. Der Spielleiter im ersten Falle hatte größte Probleme unsere unter Aufwendung aller Möglichkeiten udn Recourcen ersonenne Hexenfalle doch versagen zu lassen. Im letzteren Falle wurde der NPC beim ersten Zauber getötet weil sich in den Abenteuern davor alle NPCs Verräter gewesen waren und wir die Schnauze voll hatten. Wir haben den NPC vorgewarntaber es hat nichts genützt. In solchen Abenteuern sollte man meiner Ansicht nach die Knackpunkte direkt mit den Spielern abklären. Denn dann können beide Seiten sehr viel entspannter an die Sache heran gehen. Sowohl als Spieler als auch als Spielleiter finde ich Recoucen praktisch die dazu dienen den Spielverlauf in die von mir gewünschte Richtung zu drehen. Ob das jetzt die Schicksalspunkte bei Warhammer, die Heldenpunkte beim Herrn der Ringe RPG oder die Dramawürfel bei 7th Sea sind sie ermöglichen es einem Situationen zum passenden zu drehen. Diese Möglichkeit haben beide Seiten so das sich eigentlich keine Seite benachteiligt fühlen muß. In einer meiner Runden hat sich noch eine andere Recource als sehr nützlich erwiesennmlich der Geburtstagsgutschein. Der besteht aus einem Din A4 Bogen der auf der einen Seite mit einem zum drezeitigen favorisierten System passenden Motiv bedruckt ist und auf der anderen Seite 8-12 nützliche Sachen für dumme Situationen im Rollenspiel hat. Das kann sein das man ein passendes Würfelergebniss erhlt, das kann der maximale Schaden sein oder auch das ein Gegenstand zu bekommen ist. Fällt mir noch gerade so auf. Manchmal nutze ich als Spielleiter dann eben nicht alle Optionen eines NPCs bis aufs letzte aus.Beim letzten Endkampf meiner Herr der Ringe Gruppe waren die Gegner ziemlich hart. Meine Gruppe moppert nicht schnell aber da habe ich schon Mal die Frage bekommen wie die Charaktere das überleben sollten. Da habe ich dann Mal darauf verzichtet das die Gegner noch ihre beiden möglichen Aktionen nutzten. Die ausgeführten wurden dann aber wie gehabt erhrlich auf dem Tisch gewürfelt. Statt zu schummeln kaspern meine Spieler inzwischen die Situation ganz genau aus und fragen auch schon Mal regeltechnisch nach bestimmten Boni. Bei der Charaktererschaffung kann bei uns auf Ansage gefuscht werden. Man sagt also was man gegen die Regeln ändern will und dann kann man das tun wenn alle Mitspieler zustimmen. Gruß Jochen Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Shilindra am Mai 18, 2008, 11:10:19 Wie soll das mit den Dramawürfel funktionieren? Ist das wie Glück bei Cyberpunk?
Also bei mir gibt es keine Boni, keine Goodies. Alle Boni haben die Spieler sich entweder selbst erarbeitet oder sie ergeben sich aus der Situartion z.B überraschter gegner, Flank Bonus, Oppurtunity Attack etc. Ebenso wie Schadensboni in der WoD. Je nachdem wie gut der Spieler würfelt, was er zum Treffen übrig behält bekommt er dann als Boni. Sachen wie eine goodie List für dumme Situatio sehe ich gar nicht ein. Denn manchmal müsse Situation auswegslos erscheinen damit die Spieler -gerade im Fantasy RPG- wissen warum ihre Charaktere helden sind. Ehrlich gesagt: Ich persönlich habe KEINEN Bock jede Aktion der NPCs auszuwürfeln. Denn da könte ich auch mit mir alleine spielen. So beschreibe ich alles unnd greife nur zu würfeln, bei Kämpfen, konkurrierenden Proben oder wenn es Aktionnen gegen SCs sind. Etwaige Schadenswürfe nach unten korrgieren, gehört für mich schlichtweg dazu. Denn alle meine spieler hängen an ihren SCs, da kann ich als SL, darauf achten, das nicht durch meine Unaufmerksamkeit einer hops geht. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: medusas child am Mai 18, 2008, 18:20:35 @Arkam: Bitte verstehe mich nicht falsch, aber ich denke, da redest du etwas schön.
Wenn du das Spiel durch die Verwendung bestimmter Gegebenheiten im Regelwerk manipulierst, würde ich das auch ganz klar als Schummeln ansehen. Und das auch, wenn dafür nicht an den Würfelergebnissen gedreht werden muss. Ob ich nun Artefakte benutze, um einen Effekt zu erzeugen, oder ob ich nicht alle Fähigkeiten eines NSC ausnutze oder ob ich anstatt der Version einer Fähigkeit aus dem Regelwerk der Edition xy auf die aus Edition 08-15 umsteige, macht gar keinen Unterschied zum Würfelergebnisse verfälschen. Das Ergebnis ist und bleibt das Gleiche: Eine Manipulation der Situation (zugunsten) der Spieler. So sehe ich das. (Da ich das aber nicht als schlimm erachte, will ich dir garantiert keinen Vorwurf machen. Ist schön, wenn ein Spielleiter das Einfühlungsvermögen hat, seinen Willen für die Spieler mal zurück zu stecken!) Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Arkam am Mai 18, 2008, 19:20:45 Hallo zusammen,
bei 7th Sea muß man ein möglichst hohes Ergebniss mit einer Anzahl von W10 erreichen. Wieviele Würfel das im einzelnen sind legt bei Spielern das niedrigste Attribut fest. Spielleiter erhalten einen Pool der abhängig von der Anzahl der Spieler und noch ein paar Faktoren ist. Ich kann jetzt als Spieler hingehen und bei einer beliebigen Probe eine beliebige Anzahl von Dramawürfeln würfeln und deren Ergebnis zur Probe dazuaddieren. Wenn es sich um vergleichende Würfe handelt muß das passieren bevor der entsprehende Gegenwurf gemacht wird. Da sind die Glückspunkte bei Cyberpunk doch deutlich berechenbarer. Man kann ja maximal 10 von ihnen haben . Wo ist das Problem dabei wenn die Spieler und auch der Spielleiter Spielmechanismen nutzen die so ausdrücklich im Regelwerk stehen und nicht per Hausregeln außer Kraft gesetzt werden? Ob ich jetzt die Kampfregeln ausnutze oder eine Charakterfertigkeit sehe ich keinen Unterschied. Wenn ich ein Artefakt benutze kann dieses Artefakt auch in die Hände der Charaktere gelangen und von ihnen benutzt werden. Mir als Spieler ist es wichtig das meine Charaktere und die Charaktere des Spielleiters in Augenhöhe sind. Das heißt beide haben die gleiche Chance eine Aktion so wie vom Spielleiter beschrieben auszuführen. Ganz klar setzt auch eine vergleichbare Stufe oder einen vergleichbaren Erfahrungslevel in dem Gebiet voraus. Ich hasse NPCs die coole Kampfmanöver abziehen die so von den Regeln nicht abgedeckt sind, auch wenn diese NPCs auf meiner Seite sind. Ich hasse NPCs die man mit besonderen magischen Sprüchen oder magischen Fertigkeiten ausgestattet hat die so nicht im Regelwerk stehen. Ob der Spielleiter bei neutralen Aktionen, also kein Kampf, kein Vergleich und kein Nachteil für die Spielercharaktere geplant, jetzt würfelt oder nicht ist mir eigentlich schnuppe wenn der entsprechende NPC wenigstens grundlegend die entsprechende Möglichkeit hat. Das ich NPCs nicht ausgenutzt habe hat weniger mit Einfühlungsvermögen als viel mehr mit Schlamperei zu tun. Ich habe die Gegner einfach einen Tick zu stark gemacht. Schadenswürfel will ich nicht drehen also nutze ich nicht alle Möglichkeiten die die NPCs haben voll aus. Die regulären Angriffe habe ich ja genutzt. Aufgrund ihrer Werte hätten die Gegner noch bis zu zwei zusätzliche Aktionen gehabt. Auf diese habe ich dann verzichtet. @Shilindra Wo besteht für dich der Unterschied zwischen dem Verhindern von Schaden, also keine Bonusattacken aufgrund der Skillwerte nutzen und dem entsprechenden herunterdrehen von Schadenswürfen? Denn medusas child hat schon recht aus welchen Gründen auch immer ignoriert man Dinge die so von den Regeln vorgesehen sind. Man schummelt also. Der feine Unterschied ist dabei meistens das dieses Schummeln keinem weh tut wenn man es nicht übertreibt. Ich als als Spielleiter schummle und tue mir damit also nicht weh, dann würde ich es lassen. Den Spielern tue ich höchstens dann weh wenn ich es übertreibe und sie das Gefühl entwickeln die Handlungen ihrer Charaktere hätten gar keine Auswirkungen weil letzendlich der Spielleiter schon alles richtet. Was da geht und was da nicht geht sollte jede Gruppe für sich ausmachen. Ich habe das böse Wort mit R absichtlich ermieden. Gruß Jochen Titel: Re: Schummeln Beitrag von: medusas child am Mai 18, 2008, 19:55:38 Zitat Wo ist das Problem dabei wenn die Spieler und auch der Spielleiter Spielmechanismen nutzen die so ausdrücklich im Regelwerk stehen und nicht per Hausregeln außer Kraft gesetzt werden? Ob ich jetzt die Kampfregeln ausnutze oder eine Charakterfertigkeit sehe ich keinen Unterschied. Da gibt es gar kein Problem. Ich sehe da auch keinen Unterschied. :) Zitat Wenn ich ein Artefakt benutze kann dieses Artefakt auch in die Hände der Charaktere gelangen und von ihnen benutzt werden. Das stimmt. Das ist ein Vorteil für die Spieler. Ansonsten müssen sie "nur" für Ruhm und Ehre kämpfen. Ich bin persönlich aber kein Freund von Artefakten. Denn mit Artefakten, kann jeder tolle Sachen vollbringen. Wenn ein Charakter hingegen eine einzigartige Fähigkeit oder besonderes Wissen hat, kann es nur er... und da kommen dann die schönen Momente raus, die man als Spieler nie vergisst. Zitat Ich hasse NPCs die coole Kampfmanöver abziehen die so von den Regeln nicht abgedeckt sind, auch wenn diese NPCs auf meiner Seite sind. Ich hasse NPCs die man mit besonderen magischen Sprüchen oder magischen Fertigkeiten ausgestattet hat die so nicht im Regelwerk stehen. Hey, nur weil man SL mal etwas tiefer in dir dramaturgische Vokabularkiste greift, heißt es nicht gleich, dass die Aktion nicht durch die Regeln abgedeckt ist. Wenn im Regelwerk bunte Flammen beschrieben sind, kann ich doch locker schwarze, grüne oder karierte Flammen draus machen – regeltechnisch verhalten sie sich nämlich immer noch gleich. Nur manche fassen das leider so auf, dass ich damit die Regeln biege. Und wenn ein Spieler einen hammermäßigen Super-gottkrass-Wurf hingelegt hat, lass ich es mir nicht nehmen, die Aktion einen ganzen Zacken spektakulärer zu beschreiben, als in den Regeln vorgesehen. Solche Würfe sind so selten, dass man als Spieler auch was davon haben will! Für so etwas bin ich mir nicht zu schade. Und was bringen all die Regeln, wenn man sie erzählerisch nicht umsetzen kann? Ich erinnere mich an so spannende Kämpfe wie: #1: Ich greife an... 3 zum Treffen #2: 2 zum Ausweichen. Du triffst. #1: ...macht 4 Schaden. #2: Soak. #3: Neue Ini!... Das find ich viiiiieeel schlimmer, als zu wissen, dass da was gedreht wurde und mein Char eigentlich nur 3 Meter und nicht die benötigten 3 Meter 56 Zentimeter hoch gesprungen ist (weil im Regelwerk nur 3 und 5 Meter in der Tabelle zu finden sind, und ich die 5-Meter-Erfolge nie hätte zu Stande bringen können). ;) Zitat Den Spielern tue ich höchstens dann weh wenn ich es übertreibe und sie das Gefühl entwickeln die Handlungen ihrer Charaktere hätten gar keine Auswirkungen weil letzendlich der Spielleiter schon alles richtet. Dieses Gefühl darf nie, nie, nie – never ever – aufkommen. Denn dann wäre auch der besagte Mensch-ärger-dich-nicht-Abend spannender. Wenn man es mal so auf die Spitze getrieben hat, ist eh alles zu spät! Zitat Ich habe das böse Wort mit R absichtlich ermieden. :dh ;DTitel: Re: Schummeln Beitrag von: Arkam am Mai 18, 2008, 21:13:05 Hallo medusas child,
Zitat Wenn ich ein Artefakt benutze kann dieses Artefakt auch in die Hände der Charaktere gelangen und von ihnen benutzt werden. Das stimmt. Das ist ein Vorteil für die Spieler. Ansonsten müssen sie "nur" für Ruhm und Ehre kämpfen. Ich bin persönlich aber kein Freund von Artefakten. Zitat Ich hasse NPCs die coole Kampfmanöver abziehen die so von den Regeln nicht abgedeckt sind, auch wenn diese NPCs auf meiner Seite sind. Ich hasse NPCs die man mit besonderen magischen Sprüchen oder magischen Fertigkeiten ausgestattet hat die so nicht im Regelwerk stehen. Hey, nur weil man SL mal etwas tiefer in dir dramaturgische Vokabularkiste greift, heißt es nicht gleich, dass die Aktion nicht durch die Regeln abgedeckt ist. kein Freund von Artefakten zu sein ist ja jedem unbenommen. Die Argumentation das ohne Artefakte die Leistungen der Charaktere mehr zählen kann ich sogar sehr gut nachvollziehen. Aber wenn bei einem NPC genau die eine Aktion die die Spielercharaktere verhindern wollen klappen muß sind sie eben doch eine Alternative. Vor allen wenn andere Alternativen Gängelung der Spieler oder das endlose hinausziehen der Szene sind weil jetzt natürlich alle Regelbücher gewälzt werden. Ich bin da von DSA aus, ich habe damit angefangen und habe es sehr lange gespielt deshalb immer die DSA Beispiele, ein gebranntes Kind das bekanntnlich das Feuer scheut. Da war der Dunkelelf der plötzlich auch Magiersprüche beherrschte. - Ging nach 1. edition nicht. Da war der coole Schwertkönig mit dem seltsamen Namen der plötzlich zwei Waffen führte und damit auch eien zweite Attacke bekam aus der dritten Edition. Der Druide der auch wieder Dinge mit seiner Magie tat die nach Regeln nicht funktionieren konnten. Welche Farbe nun die Flammen eines Beleuchtungszaubers haben oder ob die Wand jetzt lautlos, saltoschlagen oder auf dem Kopf erklettert wird ist mir egal. - Solange gleiches Recht für alle gilt. Also Beleuchtungsflammen auch in meiner Lieblingsfarbe und krasse Würfe auch nett beschrieben. Das macht ein Spiel dann nämlich tatsächlich deutlich abwechlungsreicher. Gruß Jochen Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Shilindra am Mai 19, 2008, 10:09:33 1. Artefakte
Also ich bin kein Fan von High-Magic geschcihte. Wenn die Helden Artefakte finden, sollen sie nicht auf die Idee kommen, das diese Alltäglich sind und ihnen das Leben erleichtern. Es gibt IMMER einen Nahcteil. 2. Coole Kampfmanöver Da stimme ich Medusa zu. Alles was der NPC kann, steht den Spielern idR auch offen. Es muss udrch Regeln gedeckt sein, ansosnten wäre ich ja wieder bei Willkür. 3. Unterschied - Schaden und Boni Für mich besteht der Unterschied ganz klar darin, das wenn ich - gerade bei Vampire - einem spieler mit schwer heilbarem Schaden das Leben schwer mache. Ich darauf achte, das er nicht 10 oder 12 schwer heilbaren Schaden abbekommt. Denn nicht immer kann man den Soaken. Im Zweifel bedeutet das, das Ende für den SC. Leider auch das Ende für die Runde. Die Situation muss shcon gefährlich sein. Die SPieler wissen das sie hops gehen können. Boni bekommen die Spieler doch in der Regel dann, wenn sie genung Erfolge haben. Die dürfen die auch nutzen. Ich passe nur auf das meine NPCs nicht die Scs umbringen. In manchen Situation muss man den Schaden nach unten regulieren. Die Spieler nutzen ihre Erfolge ganz klar. Aber ich gewähre ihnen keine Goodie List. Alles was zählt sind ihre Skillpunkte und die Würfelerfolge. Da wird nichts von den Rgeln ignoriert. Ich würfel Schaden auch nach den Regeln aus. Aber ich korrigier nur die Anzahl der Erfolge. Nichts ist shclimmer für einen Spieler, wenn es plotzlich heisst saok mal 12 Aggarvated Damge... dann hat man nur 3 Würfel... WoD Charaktere dürfen sich dann häufig Verabschieden. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: daM1keX5 am April 08, 2009, 16:34:59 Ich versuche selber immer Situationen zu vermeiden. In denen die Charaktere gezwungen sind in eine bestimmte Richtung zu handeln und würde auch keine Storry leiten die auf einer solchen Situation aufbaut.
[edit Silent]URL zu Werbeseite entfernt Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Harlekin am April 09, 2009, 20:19:06 Hurra, noch ein Thread wo ich meinem Gedankenmus luft machen kann. ;)
Ich versuche als Leiter einfach eine gute Geschichte zu erzählen und da werden auch mal die Würfel manipuliert. Oder wenn der Spieler einen überlebenswichtigen Wurf vermasselt hat, dann kommen auch mal Sätze wie ... "Würfel noch mal, denn Wurf hab ich nicht gesehen" .... "Hast du schon gewürfelt?" ... von mir. Aber solche Situationen kennen wir sicherlich alle zur genüge. Ich hatte auch schon einmal geschrieben, dass bei mit Chars eigentlich meistens nur durch wirkliche Dummheit sterben. Grüße Harlekin^^ Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Shilindra am April 10, 2009, 09:29:02 Also das kennt jeder.
Aber Spieler und SL sollen nicht bescheißen um sich gegenseitig zu erledigen. Ich habe ein SL erlebt, die hat beim Würfeln ihre W10 immer auf die bereitsliegenden Würfel lassen... Da fängt man an sich zu fragen: Was soll der Mist? Oder Spieler bei DSA: Nimmt drei Würfel in die Hand, würfelt und sagt dann, der weiße Würfel zählt. Natürlich war es auch der mit dem besten Ergebnis. Das muss nicht sein. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Marrok am April 10, 2009, 11:40:33 Kann mich nur den Vorpostern anschließen
durch ein Würfelpech soll niemand endgültig ins Unglück stürzen. Da kann die SL schonmal nen bissel drehen.. darum ist sie ja die SL und aus einem "du fällst runter und bist tot" lässt sich ja mit ein bisschen Augen zudrücken ja was fiel spannenderes basteln :) Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Shilindra am April 10, 2009, 14:46:01 Und es gibt Heldentode die sind einfach nur hohl.
Meine DSA - Querulanten SL sollte für moonsinger einspringen. Kein Thema. Die SL greift ein Abenteuer auf und spinnt das weiter. Schliesslich kamen die Helden in eine große Höhle und mußte durch irgendwelche Gänge kriechen (Ich hasse Dungeon Crawling). Wie dem auch sei, die Lichtverhältnisse waren schlichtweg miserabel. Schliesslich rutschten die Helden einen schmierigen Gang hinab und landeten in einem See. Bis dahin kein Thema, nur KEINER der Helden konnte Schwimmen. Die SL meinte zwar noch: das Loch aus dem die Helden gefallen seien, würde sich etwa ein - zwi Schritt über ihnen befinden. Der See sei mind. 5 Schritt tief. Tja, ein Held ertrank. Der andere konnte sich noch irgendwie ans ufer retten, der letzte wurde gerettet. Auch nach Hinweisen wie: "Bist du dir sicher, das der See sooooo tief ist in einer Höhle ohne Wasserzugang?" Kam nur ein Ja. Da hätte die SL eingreifen müssen und nicht versuchen die Helden zu dezimieren. Es hätte gereicht, wenn der See nur anderthalb Meter tief gewesen wäre. Aber so hatte man gar keine Chance. Titel: Re: Schummeln Beitrag von: Harlekin am April 14, 2009, 10:28:19 Da steckt man nicht drin.
Unser DSA Spielleiter hat schon für einfache Spurenlesenproben (eine Horde Orks, samt Vieh und Frachtkarren, auf weichen erdigen Boden) ziemlich hohe Aufschläge anberaumt. Wir haben die Spur 5 mal verloren und etwa 6 Realstunden gebraucht um das Lager zu finden. Was ungefähr eine Woche in DSA Zeit heißt. Dafür sind seine Geschichten, aber jedesmal bis auf das kleinste Detail durchdacht. Was sein Wissen über die DSA Welt und ihre politischen Verstrickungen angeht, da finde ich es schon fast beängstigend. ;D |